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FC Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig 'Täglich grüßt das Murmeltier'

Eigentlich braucht man über die Auftritte der Lila-Weißen nichts Neues schreiben, die markanten Fehler in der Defensive wiederholen sich ebenso, wie die Sache mit der mangelnden Chancenverwertung. So waren die Veilchen auch gegen Eintracht Braunschweig optisch die bessere Mannschaft, die wenigen Chancen münzte jedoch der Gast viel besser in Tore um. Einzig neu in diesem Spieljahr ist nur die Tatsache, dass der FCE zum ersten Mal ein Spiel nach eigener Führung komplett aus der Hand geben musste. So hatte der Treffer von Pascal Köpke in der 12. Minute, der nach einem sensationellen Steilpass von Clemens Fandrich auf und davon war, dann vor Braunschweigs Keeper Fejzic auch die Nerven behielt und sich seit seinem letztmaligen Tor am 8. Spieltag (22. September 2017) nun wieder selbst belohnen durfte, nur kurz einen Freundenjubel bei den 9.850 Zuschauern im frisch übergebenen Erzgebirgsstadion ausgelöst. Denn postwendend setzte sich auf der auf der anderen Seite Eintracht-Angreifer Abdullahi ziemlich locker gegen Fabian Kalig durch und überwand Keeper Martin Männel, der zwar noch mit den Fingerspitzen dran war, aber dennoch keine glückliche Figur abgab, zum 1:1-Ausgleich.
In der 35. Minute hatten die Gäste die Partie dann gedreht. Malcolm Cacutalua und Dennis Kempe wurden von Kumbela vernascht, Braunschweigs Routinier erzielte abgezockt mit einem Schuss ins linke Eck die Führung (35.), welche die Drews-Elf zuvor selbst hätte machen können. Während Dimitrij Nazarovs Versuch aus zehn Metern zentraler Position noch abgefälscht wurde (19.), fehlte bei Christian Tifferts Freistoß aus 20 Meter nicht viel. Der Ball flog nur knapp über das Toreck hinweg (33.) bzw. bei deiner ähnlichen Situation in der 42. Minute lenkte BTSV-Keeper Fejzic ihn über die Latte. Auch im zweiten Durchgang blieb die Partie äußerst temporeich, aber mit überschaubaren Offensivbemühungen - bis zur Entscheidung durch Abdullahi: Nach eigenem Eckball kontert Braunschweig, das gelbbelastete Geburstagskind John-Patrick Strauß zog gegen den bulligen Eintracht-Stürmer den Kürzeren und konnte nur noch zusehen, wie die Kugel ein drittes Mal im Auer Tor einschlug (71.). Und wäre in der 80. Minute nach der gefühlt hundertsten monoton ausgeführten Ecke der Kopfball von Dennis Kempe nicht durch Fejzics Parade geklärt worden, sondern zum Anschlusstreffer avanciert, wäre es sicherlich zu einer hitzigen Schlussphase gekommen. Doch so sollten zu den minimalistischen 22 Gegentreffern der momentan besten Abwehr der Liga keiner mehr hinzukommen. Für die Veilchen wächst der Druck bei nur einem Sieg aus den vergangenen neun Partien merklich. Am Freitag gehst es nach Nürnberg zum Tabellenzweiten - sicherlich nicht das begehrte Ventil, um diesen abzulassen.

Spielbericht
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