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Baustellenreport Teil XXIV

Nach gut zweijähriger Bauzeit (Dezember 2015 bis Januar 2018) ist mit einer Veranstaltung im Hauptgebäude am 26.01.2018 das nun modernisierte Erzgebirgsstadion zur vollständigen Nutzung dem FC Erzgebirge Aue offiziell übergeben wurden. Zu dieser feierlichen Schlüsselübergabe waren insbesondere die Kreisräte des Erzgebirgskreises als Bauherr, die Stadträte der Großen Kreisstadt Aue, die Verantwortlichen, Gremienmitglieder und Hauptsponsoren des FCE und natürlich auch die Planer sowie die am Bau maßgeblich beteiligten Firmen und sonstigen Partner eingeladen. Für alle ein großer Meilenstein, der Stolz und Freude bereitet. Hervorzuheben sei besonders, dass der 19,858 Mio. Euro teure Neubau nahezu fristgerecht abgeschlossen werden konnte und es keine Kostensteigerung gab. Überdies gab der Verein bekannt, gemeinsam mit den Fans und der breiten Öffentlichkeit voraussichtlich im Juli 2018 nach der Weltmeisterschaft in Russland eine Eröffnungsveranstaltung mit einem ‘Tag der offenen Tür’ durchzuführen. Dazu ist ein Eröffnungsspiel gegen Erstligist Schalke 04 vorgesehen. Bis dahin sind auch die nötigen Restarbeiten sicherlich fertiggestellt wurden.
Zwar ist die Übergabe sowie zuvor die technische Abnahme des Stadionbaus durch den TÜV ohne bauordnungsrechtliche Probleme erfolgt, doch befindet sich das ERZ-Großprojekt immer noch auf der Zielgeraden. Das wird auch am Geschehen im Bereich des Haupteinganges und der Wegführung zur neuen Südtribüne deutlich. Im Zuge der laufenden Bauarbeiten musste auch die Mauer mit der ‘WALL OF FANS’ weichen, die einen neuen noch nicht festgelegten Standort auf dem Gelände haben wird. Da bei der Demontage der alten Veilchensteine die meisten zu Bruch gegangen sind, werden diese vom Verein komplett ersetzt. Diesbezüglich sind in letzter Zeit auch keine neuen Steine angebracht wurden.
Dem Abrissbagger zum Opfer gefallen ist außerdem das Gebäude neben der Turnhalle, welches den alten Toilettentrakt sowie die Kartenverkaufsstelle der Gäste beinhaltete. Hinzugekommen sind dafür die Vereinzelungsanlage für die Gäste sowie die blickdichten Zäune zur Fantrennung. Der Gästeblock selbst wurde vom geplanten Projekt leicht abgeändert und hat jetzt statt der gesamten Stehfläche nun noch einen mit 157 bestückten Sitzplatzbereich bekommen, was die Anzahl der Stehplätze auf 1.636 mindert. Nebenan ist der vorübergehende Gästeblock mit den ganzen Trennzäunen zu den Nachbarblöcken und zum Innenraum zurückgerüstet wurden und bekam zudem das bekannte lila-weiße Muster aus Sitzen verpasst. Im gleichen Atemzug verschwanden die Kamerapodeste und die TV-Kommentatoren-Plätze auf der Haupttribüne. Bei den entstandenen Lücken haben weiße Sitzschalen bzw. im VIP-Bereich die Business-Seats Einzug gehalten. Die Presseplätze im Block M2 für die schreibende Zunft und Internetmedien bekamen ebenfalls eine Auffrischungskur. Insgesamt stehen dem Verein nun 15.869 handgezählte Plätze an den Spieltagen zur Verfügung. Diese setzen sich aus 7.142 Steh- und 8.727 Sitzplätze (davon 742 VIP-Sitze sowie 246 Premium-VIP-Sitze) zusammen. Zusätzlich kommen neben den 64 Rollstuhlplätzen + Begleitpersonen, den 45 Presse- sowie 17 Kommentatoren-Plätzen noch 50 Sitzplätze hinzu, die aufgrund eingeschränkter Platz- bzw. Sichtverhältnisse allen voran in den Eckbereichen nicht wirklich genutzt werden können. Das Erzgebirgsstadion hat somit ein komplettes Fassungsvermögen von 16.109 Plätzen.
Für Information jeglicher Art rund um das Spiel steht jetzt tief in der Ecke des Blocks I2 eine 6,72m x 3,84m große Videowand bestehend aus 28 Modulen zu je 960x960mm. Die Auflösung liegt bei 672x384 in einem Verhältnis von gut 16:9. Die zweite Videowand, welche ebenfalls von der Magdeburger Firma Screen Rent e.K. als Leasingvariante daherkommt, wird später in der Ecke Block C1 zu finden sein. Zudem installierte man Festanschlussplätze für die Bandenwerbung, worauf im gleichen Atemzug die Trainerbänke nun wieder vor der Südtribüne stehen müssen, um die Werbefläche aufgrund des Wechsels der Kameraposition zurück auf die Gegentribüne optimal nutzen zu können.
Die Südpromenade ist teilweise mit einer Bitumengrundschicht samt Borden und Ablaufrinnen versehen und der Bereich zwischen den Blöcken und Imbissen fertig gepflastert. Im alten Toilettentrakt hat man die Imbiss-Nischen zugemauert und das Angebot der Notdürftigen damit erweitert. Die zum ersten Heimspiel 2018 gegen Eintracht Braunschweig verwendete provisorische Vereinzelungsanlage beim Zugang zu den Blöcken C/D/E wird aktuell durch eine ‘Vollversion’ ersetzt. Auch die Montage der komplett umlaufenden lila Blechtafeln sowie die Installation der Dachrinnen, Fallrohre und Schneefänge stehen kurz vor dem Abschluss. Bereits fertig ist dagegen der mit 300 Quadratmeter Verkaufsfläche ausgestattete neue Fanshop hinter der Haupttribüne.

Fotos vom Stadionumbau: Stadion / Bauphase 1 / Bauphase 2 / Bauphase 3
Zeitraffervideo vom Erzgebirgsstadion - Bauphase 1
Zeitraffervideo vom Erzgebirgsstadion - Bauphase 2 in Süd-West-Ansicht
Zeitraffervideo vom Erzgebirgsstadion - Bauphase 2 in Nord-Ost-Ansicht
Baustellenreport Teil I
Baustellenreport Teil II
Baustellenreport Teil III
Baustellenreport Teil IV
Baustellenreport Teil V
Baustellenreport Teil VI
Baustellenreport Teil VII
Baustellenreport Teil VIII
Baustellenreport Teil IX
Baustellenreport Teil X
Baustellenreport Teil XI
Baustellenreport Teil XII
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