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FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt 04 'Weder Fisch noch Fleisch?!'

Der FC Erzgebirge Aue hat seine Negativserie von drei sieglosen Spielen heute gegen Ingolstadt stoppen können und mit einem torlosen Unentschieden den zweiten Zähler in der Rückrunde geholt - fast schon zu wenig, möchte man anfügen, da Fürth zu Hause gegen Dresden dreifach punktete. Die 6.850 Zuschauer sahen über weite Strecken eine abwechslungsreiche Partie, jedoch mit wenigen Torraumszenen, da beide Mannschaften vorne eher glück- und ideenlos agierten. Die beste Chance im Auer Angriffsspiel ging ein Freistoß von Christian Tiffert voraus, der auf Höhe des Elfmeterpunkts gezirkelt wurde, wo Fabian Kalig am höchsten stieg und den Ball per Kopf an den langen Pfosten verlängerte. Eine starke Parade von FCI-Keeper Nyland verhindert die frühe Auer Führung (9.). Ansonsten war die Kugel überwiegend in den Reihen der dominaten Ingolstädter zu finden, welche jedoch in der gut organisierten Veilchen-Abwehr keine Lücke fanden. Die defensive Taktik von Hannes Drews schien daher heuer aufzugehen, was aber zu Lasten der Offensive ging. Beim schnellen Umschaltspiel gelang den Hausherren reichlich wenig. Vielmehr wurde im Mittelfeld alles umgepflügt und sich aufopferungsvoll in die Zweikämpfe geworfen. Ein Zusammenstoß zwischen Dennis Kempe und Pledl mit anschließender kurzer Behandlungspause war bezeichnend für das zwischenzeitlich zerfahrene Intermezzo.
Auch nach dem Seitenwechsel war der unbedingte Wille hier ein Tor zu schießen auf Seiten der Hausherren nicht zwingend erkennbar und wohl auch nicht als Ziel vorgegeben. Die Null sollte hinten stehen. Einen Anteil daran hatte Keeper Martin Männel, der gegen Lezcano (56.) und Kittel (80.) in seinem 200. Zweitligaspiel großartig parierte. Dass seine Abschläge diskussionswürdig bleiben, gehört zweifelsohne in sein alltägliches Repertoires. Darüber hinaus konnte das Team von Trainer Leitl mit den vielen Freiheiten im Mittelfeld eh nichts anfangen - spielerisch überlegen, offensiv aber limitiert. Selbst im Schlussakkord, als Aue nur noch wenig Entlastung gelang, fiel den Gästen nichts ein. Folglich ging der Sonntagnachmittag ohne weiteren Höhepunkte torlos zu Ende. Ein wichtiger Zähler im Abstiegskampf und hoffentlich auch fürs Selbstvertrauen.

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