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SV Sandhausen - FC Erzgebirge Aue 'Verlierer des Spieltages'

Wenn man jetzt ein akribischer Zahlenfetischist wäre, dann könnte man durchaus sagen, der FC Erzgebirge Aue verschenkte in dieser Saison bereits 13 Punkte. Es waren jene Spiele, in denen die Veilchen zunächst führten, um sich dann am Ende fünfmal mit einer Punkteteilung bzw. einmal sogar ohne gewinnbringenden Ausgang vom Feld zu verabschieden. Werden jetzt noch fairerweise die zwei Punkte, als Aue nach einem Rückstand etwas Zählbares herausschlug, abgezogen, dann bleiben immerhin noch 11 Punkte übrig, die der FC Erzgebirge hinterhertrauern muss. So auch heuer nach dem Spiel in Sandhausen, was über weite Strecken wahrlich kein Zweitliga-Leckerbissen war. Dennoch hatte die bis auf Clemens Fandrich für Mario Kvesic unveränderte Drews-Elf alles in der Hand, nahm das Geschenk der patzenden SVS-Abwehr dankend an und hätte den Dreier wie im Hinspiel einfach eintüten müssen. Doch wieso oft fehlte es an Mut, noch einen draufzusetzen. So agierte Aue bei strahlendem Sonnenschein sehr verhalten, stand hinten zwar stabil, blieb offensiv gegen gut geordnete Sandhäuser viel zu harmlos. Erst in der Schlussviertelstunde des ersten Durchgangs kam Leben in die mit 5.160 Zuschauern gefüllte Bude: Ein strammer Schuss von Karl verfehlte aus 17 Metern nur knapp den linken Giebel (32.) und auf der Gegenseite scheiterte Ridge Munsy mit der besten Möglichkeit vor der Pause im Eins-gegen-Eins an SVS-Schlussmann Schuhen (40.).
Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel bekam die bis dato mit nur 21 Gegentreffern beste Abwehr der Liga erste Risse. Für den einfach hoch und weit nach vorne gedroschenen Ball von Dennis Kempe fühlte sich weder Abwehrmann Knipping noch Paqarada zuständig, Pascal Köpke rauschte dazwischen und versenkte die Kugel mit links im Tor von Schuhen (54.) zur glücklichen Führung für die Veilchen, die wiederum das Momentum nicht nutzten, gegen verunsicherte Hausherren alles andere als nachsetzten und sich hinten einigelten. So kam die Kocak-Elf nicht nur aus ihrem kurzem Tief, sondern auch zum Ausgleich, der, wie die Auer Führung, aus einer Schlafeinlage heraus entstand. Dominik Wydra verlor zunächst den entscheidenden Zweikampf gegen Sukuta-Pasu, im Anschluss fühlte sich niemand für Gislason zuständig, sodass dieser völlig blank keine Probleme hatte, den Ball im Tor von Martin Männel unterzubringen (69.). Wie gewonnen, so zerronen! Zwar haben die Veilchen auch im vierten Spiel in Serie nicht verloren (1S/3U/0N) und in diesem Zeitraum einen überdurchschnittlich guten Punkteschnitt von 1,5 erarbeitet, da aber die Konkurrenz im Abstiegskampf dreifach punktete, droht nach der Montagspartie dennoch der Abstiegs-Relegationsplatz. Verrückt oder einfach gesagt: Aue ist der Verlierer des Spieltages.

Spielbericht


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