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FC Erzgebirge Aue - Dynamo Dresden 'Motto: Verlieren verboten!'

Wenigstens ist die Auer Niederlagenserie von drei Partien am Stück gerissen - weitere positive Aspekte gibt es vom gestrigen Sonntag eigentlich nicht zu erzählen. Klar war bestes Fußballwetter, klar war die Hütte endlich voll und klar könnte der Punkt am Ende, den das torlose Unentschieden gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten ebenso mit sich bringt, noch gut sein. Aber mit dem Finalspiel in Darmstadt alles auf eine Karte zu setzen, ist für die angespannte Fan-Seele mehr als nur eine nervliche Belastungsprobe. ‚All in‘ würde es beim Poker heißen. Genau das wurde im Spiel gegen die Dynamos von vornherein ausgeschlossen. Weder der Gast aus der Landeshauptstadt noch die Lila-Weißen riskierten etwas. So blieben die Offensivaktionen äußerst überschaubar. “Kein Gegentor zu kassieren, war oberstes Gebot”, so die mehrheitliche Aussage der Beteiligten nach dem eher trostlosem Gekicke.
In einem schwachen Spiel erwischte Aue zwar den besseren Start, doch bis auf Clemens Fandrichs (10.) und Dimitrij Nazarovs (26.) Möglichkeiten ans Aussennetz sowie einem Abschluss von Sören Bertram, der zunächst von Pascal Köpke sehenswert angespielt wurde, dann aber aus zu spitzem Winkel vergab (22.), lief nicht viel zusammen. Dresden selbst wurde erst nach der Pause aktiver: Der für den gelb-rot-gefährdeten Berko eingewechselte Mlapa traf ebenso das Außennetz (50.) und Ballas setzte einen Kopfball nur Zentimeter über das Auer Tor (75.). Für die Veilchen war zu diesem Zeitpunkt der eine Zähler in den Köpfen manifestiert. Gehaltlos drückte man die Schwarz-Gelben in deren Strafraum und blieb beim Kreieren von Torchancen denkbar unkoordiniert, auch wenn die Dresdner Abwehr mehrfach ins Schwimmen geriet. “Uns hat in den Offensivaktionen ein bisschen der Mut gefehlt und die Überzeugung, sich im letzten Drittel Torchancen herauszuspielen. Am Ende wollte ich aber wenigstens den einen Punkt nicht aufs Spiel setzen”, gab FCE-Coach Hannes Drews zu Protokoll und fügte an: “Schade, dass wir unseren Fans, die uns heute eine unglaubliche Begrüßung beschert haben, keinen Sieg schenken konnten.” Fast wäre er dennoch gelungen. In der Nachspielzeit scheiterte Dimitrij Nazarov nach Vorlage von Ridge Munsy aber an Dresdens Torhüter Schwäbe (90.+1). Damit blieb es beim 0:0, weil eben beide Teams den Respekt vor einer Niederlage nicht ablegen konnte. Verlieren verboten!

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