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FC Erzgebirge Aue - Karlsruher SC 'Veilchen bleiben zweitklassig!'

Lila-weißes Happy End im letzten Akt, welcher kurz vor der Pause aber fast zum Drama für den FCE geworden wäre. Nach einer Ecke drückte KSC-Torjäger Schleusener den Ball mit einem Kopfballaufsetzer in die Maschen der seit der 25. Spielminute führenden Veilchen. Nun war Karlsruhe aufgrund der Auswärtstorregel in der Gesamtabrechnung vorn. Doch der Held des Tages und Matchwinner Sören Bertram ließ sich nicht beirren, legte mit zwei weiteren Treffern nach und sicherte sich so auch einen Platz in der Auer Vereinschronik. ‘Auftrag erfüllt’ stand am Ende auf den übergestreiften T-Shirts der freudestrahlenden Akteure um Hannes Drews. Mit 3:1 gewann Aue das Rückspiel in der Relegation und darf sich auf seine 13. Saison in der 2. Bundesliga freuen. Und entsprechend groß war die Party-Stimmung. Fans drängten wie entfesselt auf den Platz, umarmten die Spieler. Sie tanzten und sangen voller Freude - und trugen den Dreifachtorschützen Sören Bertram wie den Messias auf Händen. Aber auch vor und während der Partie standen hüben wie drüben die begeisterten Anhänger eindrucksvoll hinter ihren Idolen. Während auf Seiten der Auer die Frage ‘Wer ist Wismut Aue?’ mit einem brachiallautem ‘Wir sind Wismut Aue!’ beantworte wurde, ließen die gut 2.500 KSC-Fans erstmal Dampf in Form von Pyro ab.
Selbst auf dem Rasen wurde nicht lange in Ehrfurcht verharrt, sondern gleich Attacke geboten. Mit Mario Kvesic im Aufgebot entwickelte sich mit dem lange vermissten Spielfluss zugleich eine recht einseitige Partie. Die von Hannes Drews angesprochene Risikobereitschaft war heuer nicht bloß eine Floskel, nein, dieses Mal hieß es gleich Vollgas. Sören Bertram, der sich womöglich noch wegen dem verschossenen Freistoß, welcher in der neunten Minute knapp am Dreiangel des KSC-Tores vorbeiflog, ärgerte, brachte seine Farben verdient in Führung. Nach einer Ecke und dem Klärungsversuch der Gäste blieb der FC Erzgebirge durch den Einsatz von Nicolai Rapp und Mario Kvesic in Ballbesitz. Letztgenannter fackelte nicht lange und zirkelte die Kugel gedankenschnell in den Strafraum, wo Sören Bertram nur noch den Kopf hinhalten musste - 1:0 nach 25 Minuten. Dass der Drittligist hier nicht zum Spaß angereist war, zeigte sich dann kurz vor dem Pausentee. Der Ausgleich war der Stimmungskiller schlechthin, denn der Eckball und auch der Einschlag von Freiburgs Leihgabe Schleusener wären vermeidbar gewesen.
Um nicht gänzlich ins Grübeln zu verfallen, dafür sorgte Sören Bertram, der aus 14 Metern abzog und mit einem Diagonalball zum 2:1 ins lange Eck traf (53.) Und fast wäre dem Blondschopf ein Tor verwehrt geblieben. Mit Krämpfen angeschlagen bat der 26-Jährige um seine Auswechslung. Diese zog sich zum Glück etwas hin, Fabian Kalig marschierte auf der rechten Außenbahn davon, bediente in der Mitte Sören Bertram, der es (nach Kopfball und Linksschuss) nun mit rechts machte (75.). Der dreifache Torschütze versuchte anschließend der ausgelassenen Meute zu entkommen, wurde aber von seinen Mitspielern frühzeitig abgefangen. An die Jubeltrauben und das kollektive Umarmen im ganzen Stadion konnte sich Sören Bertram danach gar nicht mehr erinnern. “Es lagen alle auf mir drauf, ich habe nur noch meinen Kopf geschützt. Ich war froh, als ich rauskam, denn ich war echt komplett am Ende”, sagte der gebürtige Uelzener, der kurz darauf, sowie die Fans eine Viertelstunde später, endlich erlöst wurde. “Wir haben sportlich gezeigt, dass wir in die 2. Liga gehören”, sagte ein überglücklicher Hannes Drews, der auch die kommende Spielzeit das Amt des Cheftrainers ausüben wird. Hingegen laufen die Verträge von Fabian Kalig und Sebastian Hertner ebenso aus, wie bei Leihstürmer Ridge Munsy, für den Aue eine Kaufoption besitzt. Cebiou Soukou wechselt indes nach Rostock und Nicky Adler zum 1. FC Lok Leipzig. Zudem hat Christian Tiffert sein Karriereende angedeutet. Trotz einem weiteren Jahr Vertrag wolle er sich im Sommer überlegen, ob er noch weiterspielen will. Auch Top-Torjäger Pascal Köpke steht vor einem Wechsel. Doch alles zu seiner Zeit, denn nun heißt es erstmal Durchatmen und zu Kräften kommen. Bis demnächst.

Spielbericht
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