FC Erzgebirge Aue - FC St. Pauli 'Endlich: Erster Saisonsieg für Lila-Weiß'
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Wahrlich haben die Kiezkicker ein Defensivproblem. Ganze zwölf Einschläge aus den letzten drei Zweitliga-Partien mussten die mittlerweile zur Schießbude der Liga verkommenen Hamburger hinnehmen - davon drei gegen Aue. Auf den ersten Treffer des Tages brauchten die 12.000 Zuschauer im Erzgebirgsstadion nicht lange warten. Die Jungs in Lila-Weiß waren von Beginn an das aktivere und auch gefährlichere Team, krönten diese Leidenschaft mit dem 1:0 durch Dennis Kempe, der den Abpraller von Paulis Keeper Himmelmann nach elf gespielten Minuten versenkte. Von der ersten Führung in dieser Spielzeit beflügelt, wollte der FC Erzgebirge mehr, musste aber nur fünf Minuten später den Ausgleich hinnehmen: Freistoßspezialist Knoll servierte mustergültig von der rechten Seite, Veerman verlängerte im Zentrum ins lange Eck - 1:1 (16.). Es war der fünfte Standard-Gegentreffer in dieser Saison für den FCE. Doch die Veilchen schüttelten sich kurz, überstanden die darauffolgende Druckphase der Gäste und schlugen aus dem Nichts zurück. Ein langer Ball von Nicolai Rapp, der heute neben Steve Breitkreuz und Fabian Kalig die Abwehrarbeit in der Dreierkette übernahm, fand den gut 25 Meter vor dem FC-Tor postierten Pascal Testroet. Der Stürmer fackelte nicht lange, nahm Maß und jagte die Kugel aus dem Stand exakt in den Winkel (31.). Was für ein geiles Ding! Mit dem 2:1 ging es in die Pause, aus der beide Teams etwas verhaltener herauskamen. Allerdings merkte man schon, dass Pauli auf den erneuten Ausgleich drängte, zum Glück mit mäßigem Niveau. Aue selbst verwaltete zunehmend das Ergebnis, lauerte aber auf Konter und war damit eine Viertelstunde vor dem Ende erfolgreich. Calogero Rizzuto schickte Jan Hochscheidt steil, der Blondschopf schloss sein Solo mit einem trockenen Schuss zum 3:1-Endstand ab. Hätte das Team von Trainer Daniel Meyer die sich bietenden Räume noch konsequenter genutzt, hätte es sogar ein größeres Debakel für St. Pauli geben können. Der Anfang ist gemacht, nun heißt es in Duisburg nahtlos anknüpfen.
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