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MSV Duisburg - FC Erzgebirge Aue 'Veilchen gewinnen Regenschlacht'

Der FC Erzgebirge hatte sich nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende gegen den FC St. Pauli für die weiteren Spiele viel vorgenommen und konnte daraufhin gestern durch den zweiten Dreier in Folge perfekt in die englische Woche starten. Die Veilchen bezwangen dabei nicht nur Schlusslicht Duisburg mit 2:1, sondern stoppten zugleich zwei Negativ-Serien: Zunächst die der Sieglosspiele an der Wedau. Sieben Gastspiele hatte Lila-Weiß bei den Zebras schon bestritten, kassierte dort zuletzt fünf Niederlagen am Stück und konnte noch nie gewinnen. Auch der Vereinsnegativrekord in der 2. Bundesliga von saisonübergreifend sechs Auswärtsspielen am Stück, die in einer Niederlage endeten, ist mit dem Erfolg hinfällig geworden. Überdies schafften die Veilchen seit dem 14. Oktober 2016 ein Spiel nach einem Rückstand noch zu drehen und dreifach zu punkten. Der kalendarische und zugleich stürmische Herbstanfang hatte also einiges durcheinandergewürfelt und das zu Gunsten der Veilchen, die personell unverändert ins Rennen gingen und in der ersten Halbzeit gegen heißblütige Zebras viel zu tun (Flachschuss von Oliveira Souza und Nachsetzen Tashchys (18.)) sowie Glück (Oliveira Souza mit einem Schuss an der Latte) und Pech (Tashchy fiel im Strafraum durch eine leichte Berührung von Abwehrchef Steve Breitkreuz) gemeinsam in der 40. Minute hatten. Der nicht immer auf Augenhöhe agierende Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied jedenfalls auf Strafstoß, den MSV-Kapitän Wolze sicher zum 1:0-Pausenstand verwandelte.
Der Referee stand kurz nach Wiederbeginn erneut im Mittelpunkt. Nach einem Eckball für den FCE berührte der ehemalige Auer Andreas Wiegel den Ball im Fallen mit dem Arm. Der Unparteiische zeigte nach kurzem Zögern erneut auf den Punkt. Pascal Testroet ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum Ausgleich. Das Gros der 13.119 Zuschauer war bedient und hatte im Schiedsrichtergespann bereits die Schuldigen gefunden. Allerdings sollten die Duisburger froh sein, dass der Mann in Schwarz nicht auch noch Fröde und Wolze vom Platz gestellt hatte. Das wäre genauso zu vertreten gewesen wie ein Platzverweis gegen Dennis Kempe. Nach dem Ausgleich beruhigte sich das Geschehen wieder. Beide Teams scheuten das letzte Risiko, so dass es lange Zeit nach einem Unentschieden aussah. Sechs Minuten vor dem Ende traf der eingewechselte Mario Kvesic mit einem sehenswerten Treffer aus rund 18 Metern in den linken Winkel aber noch zum Sieg für die Veilchen. “Wenn der Trainer dich einwechselt, erwartet er, dass du als Joker etwas bewegst. Heute hat es endlich geklappt. Ich bin sehr glücklich”, sagte der frischgebackene Torschütze, der am Mittwoch gegen Sandhausen alles daransetzen wird, den Aufwärtstrend fortzusetzen.

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