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FC Erzgebirge Aue - SV Sandhausen 'Erschreckend schwach'

Ihr zweitausendstes Punktspiel seit dem 03. September 1950 werden die Veilchen so schnell wie möglich vergessen wollen. Gegen den bislang sieglosen SV Sandhausen setzte es eine klare und auch verdiente 0:2-Niederlage vor heimischer Minus-Kulisse, welche nach zwei Siegen in Folge gestern eine völlig verunsicherte und mit einem Altersdurchschnitt von 25,8 Jahren jüngste Mannschaft der Saison mit Null Selbstvertrauen serviert bekam. Die Gründe für diesen schwachen Auftritt hat Aues Chefcoach Daniel Meyer aber nicht in der Rotation erkannt, sondern am Fehlen der Eckpfeiler im Mannschaftsgefüge. So legten eben jene vermeintliche Führungsspieler von Beginn an immer wieder Unzulänglichkeiten an den Tag, die für die neu ins Spiel beförderten Kicker wenig hilfreich waren. Im schönen Wechsel zwischen Fehlpässen und Unkonzentriertheiten machte sich beifolgend eben dann nicht nur Unmut auf dem Rasen breit. Ein Pfeifkonzert begleitete die Auer Spieler zur Halbzeit in die Katakomben des Erzgebirgsstadions.
“Das war eine indiskutable Leistung”, sagte Daniel Meyer und gab zu: “Mit dem 0:1 waren wir noch gut bedient.” Dies fiel in der 34. Spielminute. Wooten passte nach rechts außen zu Gislason, der bis kurz vor die Grundlinie ging und dann in den Rückraum wieder Wooten bediente. Sein Schuss ins rechte flache Eck zur Führung war aber nur eine Frage der Zeit gewesen. Denn bereits zuvor gab es zahlreiche Einschussmöglichkeiten für den Gast aus Sandhausen. Der isländische WM-Teilnehmer Gislason prüfte bereits in der 3. Minute Keeper Martin Männel, Wootens Versuch strich knapp am rechten Pfosten des Auer Tores vorbei (10.) und nur eine Minute später lief Schleusener nach einem Ballverlust von Steve Breitkreuz allein aufs Tor zu, doch anstatt den Abschluss zu suchen, blieb der Sandhäuser Stürmer an Malcolm Cacutalua hängen. Nach einer halben Stunde gab es die nächste dicke Gelegenheit für Sandhausen durch Schleusener, der den rechten Pfosten aus 16 Metern nur knapp verfehlte. Und Aue? Tja, weiterhin harmlos mit haarsträubenden Fehlern, die erst nach dem Seitenwechsel so langsam abgestellt werden konnten, es aber weiterhin an der nötigen Zielstrebigkeit mangelnde. Lediglich der bereits vor der Pause für Dominik Wydra eingewechselte Jan Hochscheidt kam zu zwei Kopfbällen (75., 81.), die aber nicht den Weg ins Ziel fanden. In der Schlussphase machte Schleusener nach einem Konter für die Gäste den verdienten Auswärtssieg perfekt, der am Ende hätte sogar höher ausfallen können, doch bei Paqaradas Freistoß-Knaller in der Nachspielzeit stand zum Glück das Lattenkreuz im Weg.

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