FC Erzgebirge Aue - Holstein Kiel 'Befreiungsschlag darf keine Eintagsfliege sein'
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Der gemeine Fan hoffte nun, dass, wie zuletzt mehrfach geschehen, der zweite Durchgang besser bei Aue laufen wird. Die lila-weißen Bemühungen waren da, allerdings fehlte es trotz einer kämpferisch anspruchsvollen Leistung an der nötigen Präzision im Abschluss. Daniel Meyer reagierte und brachte mit Mario Kvesic (63.) und Emmanuel Iyoha (69.) frischen offensiven Wind. Eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte. Nach Zuspiel von Sören Bertram setzte Emmanuel Iyoha beherzt am Sechzehner zum Dribbling an, ging bis zur Grundlinie und erzielte von dort per Linksschuss unter gütiger Mithilfe von Holsteins Keeper, der die kurze Ecke dankend aufließ, den Ausgleich (72.). Nun war Feuer drin! Das Publikum war da und die Veilchen erhöhten nochmals die Schlagzahl, was Schindler gegen Clemens Fandrich ebenfalls tat und mit Gelb verwarnt wurde. Nur 120 Sekunden später schickte Schiedsrichter Michael Bacher den Kieler mit der Ampelkarte vom Platz (84.). Schindler hatte einen Freistoß der Auer mit dem Arm abgewehrt. Trotz Überzahl zeichnete sich das Unentschieden aber immer mehr ab, doch dann schlug der kurz zuvor eingewechselte Dimitrij Nazarov in der ersten Minute der Nachspielzeit zu und erzielte den Siegtreffer für den FC Erzgebirge, der nun auf insgesamt drei Siege, ein Unentschieden und fünf Pleiten kommt und zum zweiten Mal in dieser Saison einen Rückstand in einem dreifachen Punktgewinn ummünzen konnte. In zwei Wochen tritt Aue bei der SG Dynamo Dresden an und man kann nur hoffen, dass der Befreiungsschlag trotz Können, viel Dusel, günstige Umstände oder ein glückliches Händchen keine Eintagsfliege war. “Wir haben einen kleinen Schritt gemacht, dürfen deshalb aber nicht ausflippen”, weiß auch Dimitrij Nazarov, der mit seinem 2. Saisontreffer als Joker überzeugte, die Situation richtig einzuschätzen: “Wir müssen uns in den nächsten Tagen ordentlich auf die Partie bei Dynamo vorbereiten. Dort haben wir ohnehin etwas gutzumachen”, erinnert sich der Stürmer nur ungern an das Gastspiel in der vergangenen Saison. Mit 0:4 war der FC Erzgebirge im Dezember 2017 in Dresden förmlich untergegangen. Das soll sich am 19. Oktober 2018 nicht wiederholen.
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