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1. FC Heidenheim - FC Erzgebirge Aue 'Wie immer nichts zu holen'

Nach drei ungeschlagenen Spielen (2S-1U-0N) haben die Veilchen wieder eine Niederlage einstecken müssen. Im fünften Gastauftritt beim 1. FC Heidenheim verlor die Mannschaft von Trainer Daniel Meyer am Sonntag nicht nur mit 0:1, sondern in der Schlussminute auch noch Fabian Kalig mit Gelb-Rot. “Eine verdiente Niederlage”, resümierte Clemens Fandrich und weiß: “Das war zu wenig!” Denn im Griff hatten die Heidenheimer das Spiel vor 10.300 Zuschauern eigentlich von Anfang an und es war nur eine Frage der Zeit, bis das Tor fallen würde. Den Treffer des Tages markierte dann Thomalla in der 54. Minute und es war der berühmte Dosenöffner für das Heidenheimer Spiel. Ein längeres 0:0 wäre nach den Pokalstrapazen des FCH wünschenswert gewesen. Auch weil zuvor die auf drei Positionen veränderten Lila-Weißen selbstbewusst auftraten. Pascal Testroet sorgte sogar für den ersten gefährlichen Abschluss der Partie. Die Direktabnahme des FCE-Stürmers aus rund 18 Metern verfehlte das Tor nur knapp (5.). Auf Seiten des Gastgebers mangelte es bei den Abschlüssen von Schnatterer (8.), Beermann (11.) und Griesbeck (17.) ebenfalls an der Präzision. Mit dem Versuch von Emmanuel Iyoha, der den Vorzug von Sören Bertram bekam und schön freigespielt von Dennis Kempe urplötzlich im FCH-Strafraum freie Schussbahn hatte, aber mehr oder weniger verzog (20.), war der muntere Start beider Teams vorbei und die Szenerie beruhigte sich. Den einzig nennenswerten Aufreger verursachte Keeper Martin Männel selbst. Ein nicht allzu platzierter Pusch-Freistoß rutschte dem Torhüter durch die Hände und die Kugel klatschte anschließend an den linken Pfosten. Im letzten Moment konnte Martin Männel vor dem heranstürmenden Mainka zur Ecke klären (31.).
Kurz vor und nach der Pause erhöhten die Heidenheimer noch einmal ihr Engagement und wurden für ihren Aufwand mit dem Führungstreffer belohnt. Martin Männel wollte das Spiel schnell machen, doch in seinem Abwurf zu Emmanuel Iyoha sprintete Schnatterer, der nach Doppelpass mit Grießbeck den auf der linken Seite völlig blank stehenden Thomalla bediente. Der Stürmer nahm Maß und ließ Martin Männel mit einem Flachschuss in die lange Ecke keine Abwehrchance (54.). Die Schmidt-Elf wollte nun mehr, agierte noch zielstrebiger, resoluter und fand immer mehr Lücken im violetten Abwehrriegel. Die Bälle flogen mehrfach kreuz und quer durch den Auer Strafraum. Es war ein Spiel auf ein Tor. Entlastung gab es nur wenig. Das zeigt auch die Eckenstatistik. Der mittlerweile eingewechselte Sören Bertram sollte in der 72. Minute den ersten und einzigen ruhenden Ball aus dem Viertelkreis ausführen dürfen. Auf Seiten von Heidenheim waren es am Ende 13 Ecken und 23 Einschußmöglichkeiten, so dominant war ihr Auftreten und so harmlos Aue im Abschluss. Beim Schussversuch von Jan Hochscheidt (77.) und Clemens Fandrich Einlage, der an einer Riese-Hereingabe vorbeirutschte (81.), hatte FCH-Torhüter Müller keine Mühe. Den Schlusspunkt in einer aus Auer Sicht enttäuschenden Partie setzte Schnatterer, der einen Freistoß ans Quergebälk nagelte. Diesen hatte Fabian Kalig aber schon gar nicht mehr gesehen. Der Rotschopf durfte nach wiederholtem Foulspiel frühzeitig zum Duschen und ist damit zumindest doppelt bestraft, da er das ausverkaufte Heimspiel am kommenden Samstag gegen den Hamburger SV nur von der Tribüne aus verfolgen darf.

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