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FC Erzgebirge Aue - Hamburger SV 'Veilchen bringen sich selbst um den Lohn'

Trotz einer guten kämpferischen Leistung mussten sich die Veilchen gegen den Bundesligaabsteiger aus Hamburg am Ende mit einer 1:3-Niederlage, der zweiten infolge, zufrieden geben. Ein Unentschieden war definitiv drin, doch zwei Aussetzer entschieden schlussendlich die über weite Strecken packende Partie vor ausverkauftem Haus. Was bleibt, ist ein Treffer gegen den auswärtsstarken Bundesliga-Dino und der seit fünf Spieltagen für Aue bestehende Tabellenplatz 13. Das zweite Gastspiel der Hamburger im Erzgebirge startete mit einer Pyroshow zum 20-jährigen Bestehen der Ultragruppierung ‘Poptown Hamburg’. Auf dem Platz legten sich die Protagonisten auch gleich ins Zeug: Calogero Rizzuto sorgte nach nur 41 Sekunden mit einem Schuss aus halbrechter Position für den ersten gefährlichen Abschluss der Partie. Der Ball flog knapp am linken Pfosten vorbei.
Die von Hannes Wolf trainierten Gäste zeigten nach 20 Minuten erstmals ihre individuelle und spielerische Klasse, ließen den Ball schnörkellos durch die eigenen Reihen laufen und Lasogga vollendete den Angriff mit der Führung der Rothosen. Ersatztorhüter Daniel Haas, der ebenso wie Malcolm Cacutalua und Dimitrij Nazarov neu im Aufgebot stand, war bei der Quereingabe von Narey chancenlos und konnte auch den Einschlag durch den jetzigen Sieben-Tore-Mann nicht verhindern. Zum Glück hatte Clemens Fandrich die passende Antwort auf der Gegenseite in petto. Aus dem Gewühl heraus spitzelte Pascal Testroet die Kugel zum 27-jährigen Mittelfeldspieler, der den Ball aus 16 Metern sehenswert in den rechten Giebel schlenzte und damit für den schnellen Ausgleich sorgte. Der Treffer gab dem Meyer-Team wieder Sicherheit und bis zur Pause entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Gefahr drohte den Lila-Weißen vor der Pause nur noch bei einem Kopfball von Narey, der es fertig brachte, die Kugel freistehend aus einem!!! Meter nicht im Tor unterzubringen (40.).
Nach dem Seitenwechsel verteidigte der FC Erzgebirge bis zur 63. Minute weiterhin sehr leidenschaftlich. Doch wie oben schon geschrieben, sollten den Veilchen zwei individuelle Fehler um den verdienten Lohn bringen. Erst leistete sich Nicolai Rapp einen Fehlpass, wodurch der Ball bei Narey landete und dieser mit einem Schlenzer ins rechte obere Toreck trocken die erneute HSV-Führung markierte. Beim dritten Gegentor durch den vier Minuten zuvor eingewechselten Jatta sah Torhüter Daniel Haas, der etwas ungestüm aus seinem Kasten herausstürzte, nicht gut aus. Aus spitzem Winkel landete die Kugel zur Vorentscheidung im Netz (63.), denn danach passierte auf dem Rasen nicht mehr viel. Die Hamburger hatten keine Mühe, die sichere Führung ins Ziel zu bringen.
Überschattet wurde der Auswärtserfolg der Rothosen durch einen tragischer Zwischenfall am Ende des Spiels. Ein langjähriger Anhänger des HSV ist vom Zaun des Gästeblocks gefallen und unglücklich mit dem Kopf auf dem Boden geknallt. Der Verletzte wurde noch mehrere Minuten an Ort und Stelle notversorgt, ehe er per Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Zwickau geflogen wurde. Laut unterschiedlichen Angaben, unter anderem vom HSV, soll der Verunglückte aber nicht mehr in Lebensgefahr schweben und im stabilen Zustand sein. Gute Besserung auch aus dem Erzgebirge!

Spielbericht
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