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FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt 04 'Sehr viel Sand im Getriebe'

Wer dachte, die Mannschaft hatte bei der 0:1-Niederlage in Magdeburg einen schlechten Tag erwischt, der wurde heute eines besseren belehrt: Es geht noch schlimmer. Der Kumpelverein scheint angeknockt, der Mannschaftsspirit verflogen und der Zusammenhalt auf dem Rasen sowie auf den Rängen ist in Resignation geflüchtet. Eine 0:3-Klatsche vor heimischen Publikum kann jedem widerfahren, doch wie bei allem steht die Art und Weise im Vordergrund. Viele, der 7.100 Zuschauer, hatten nach dem dritten Gegentreffer genug, glaubten nicht mehr an ein Wunder und verließen vorzeitig den Ground - Fussball zum Abgewöhnen.
Und während die Veilchen, die weiterhin den 13. Tabellenplatz, aber mit nur noch sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang und den direkten Abstiegsplätzen, inne haben, immer noch auf ihr erstes Tor und ihre ersten Zähler im Jahr 2019 warten, gelang den Ingolstädtern nicht nur die maximale Punktausbeute sowie sechs Tore gegen die Unsrigen in dieser Saison, sondern auch der zweite Auswärtssieg nacheinander, wodurch auch die Rote Laterne an den MSV Duisburg weitergereicht werden konnte. Und das nicht ohne Grund. Der FCI machte zu Beginn sehr viel Druck, die Negativ-Ergebnisse der vergangenen Wochen waren den Gästen kaum anzumerken und die Führung ließ nicht lange auf sich warten. Träsch bediente per Einwurf Kittel an der Torauslinie, der sich dann lockerflockig an mehreren Gegenspielern vorbeidribbelte und aus fünf Metern zum 1:0 einschob (14.).
Die Veilchen, die in der 2. Liga noch nie zu Hause gegen die Schanzer gewinnen konnten, präsentierten sich weiter harmlos und kamen kaum zur Entfaltung. Zudem waren mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Dennis Kempe kurz vor und der Hereinnahme von Robert Herrmann zur Pause gewisse taktische Änderungen nicht mehr optimal umsetzbar. Doch wenn die mannschaftliche Geschlossenheit und Leidenschaft fehlen, spielt dies ohnehin keine gewichtige Rolle mehr. Die Audistädter gaben den Ton an, erhöhten in der 50. Minute auf 2:0. Nach einer Ecke behauptete Lezcano den Ball vor Torhüter Martin Männel, Kotzke war der Nutzniesser und vollendete aus kurzer Distanz ins verwaiste Tor. Für die Entscheidung in einer durchweg sehr hitzig geführten Partie (insgesamt gab es sechs Verwarnungen für die Veilchen) sorgte dann Malcolm Cacutalua. Nachdem sich Kittel am Fünfmeterraum gegen zwei Auer durchsetzte und quer spielte, bugsierte der Auer Innenverteidiger den Ball gleich selbst über die Torlinie. Der Drops war gelutscht und das Comeback von Louis Samson gänzlich untergegangen.

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