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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Köln 'Kacktor der Woche zeigte Wirkung'

Bei Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs wäre der Treffer des Abends bestimmt in die engere Auswahl zum Kacktor der Woche gekommen. Denn die Slapstick-Einlage nach einer Kölner Ecke in der 35. Spielminute im Nachholer gegen die Geißböcke war eine Verkettung unmöglicher Umstände. Zwar parierte Martin Männel den Kopfball von FC-Toptorjäger Terodde großartig, aber nicht aus der Gefahrenzone, sondern mittenrein in ein Spielknäuel. Wie im Flipperautomat knallte die Kugel zwischen jeglichem Gebein unkontrolliert umher und schlussendlich von Fabian Kalig ins Tor. Zudem machte der auf der Linie stehende Calogero Rizzuto eine äußerst unglückliche Figur. Mit diesem Murmeltor hat der 1. FC Köln jedenfalls am Abend vor Weiberfastnacht das Spiel gewonnen und die Tabellenführung in der 2. Bundesliga zurückerobert. Dabei zeigten sich die Elf von Coach Daniel Meyer, der einen selbstbewussten Auftritt angekündigt hatte, in der Anfangsphase mutig und offensiv. Filip Kusic startete in der zweiten Minute in der eigenen Hälfte einen beherzten Sololauf bis in den Kölner Strafraum, wo sich der Auer Innenverteidiger gegen Geis und Hector durchsetzen konnte und frei vor Horn auftauchte, aber am FC-Torhüter scheiterte. Nur wenige Augenblicke später musste Horn erneut eingreifen, diesmal kam Jan Hochscheidt aus elf Metern frei zum Schuss, allerdings direkt in die Arme des Kölner Schlussmanns. Auch Martin Männel blieb in der lebhaften Startphase nicht beschäftigungslos. Der Keeper war nach einer Direktabnahme von Terodde zur Stelle und konnte das Leder zur Ecke abwehren (6.).
Nach dieser Szene beruhigte sich das Geschehen zunächst. Auch weil der FC Erzgebirge das Spiel machen musste. Eine ungewohnte Rolle für Aue, welche sich auch im erhöhten Ballbesitz bemerkbar machte. So lief das Objekt der Begierde mehrfach zwischen den Defensivspieler und dem Torhüter hin und her. Nicht wirklich schön anzuschauen, aber damit konnte man die Kölner gut eine halbe Stunde lang in Schach halten. Der Gegentreffer, welcher dem Kölner Höger zugesprochen wurde, zeigte leider Wirkung, fortan wurde das Positionsspiel aufgegeben und nur noch hektisch agiert. “Da wollen sie innerhalb der nächsten 30 Sekunden den Ausgleich erzielen und rennen wie die Wilden durch die Gegend”, sagte Daniel Meyer über seine Mannen, die sich bei ihrem Schlussmann bedanken konnten, dass der Rückstand vor der Pause nicht weiter anwuchs. Cordoba (38.) und Terodde (40.) scheiterten in jeweils aussichtsreicher Position am aufmerksamen Auer Torhüter. Im zweiten Durchgang gelang der Spagat zwischen Vorwärtsdrang und dem Verhindern des zweiten Kölner Treffers nur selten. Vielmehr überwog ganz klar die Prämisse, nicht unter die Räder zu kommen. Dennoch bot sich den Veilchen nach einer Stunde plötzlich die Chance zum Ausgleich. Jan Hochscheidt setzte sich gegen Geis durch, den Schuss des Auers aus zwölf Metern konnte Horn mit einem starken Reflex aus dem rechten Eck parieren (61.). Es sollte vor 13.089 Zuschauern die letzte Möglichkeit zum Ausgleich bleiben.

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