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Arminia Bielefeld - FC Erzgebirge Aue 'Weil wir anders sind'

Eine Saison mal ohne größere Rechnereien und steigendem Blutdruck zu Ende zu bringen, ist bei den Veilchen einfach nicht möglich. Der Abwärtstrend hat sich am Freitagabend beim Gastspiel auf der Alm fortgesetzt, Aue verlor nach einer abermals schwachen Leistung vor 18.429 Zuschauern in der SchücoArena mit 1:2. Es war die dritte Niederlage in Serie bei 3:10 Toren für den FCE, der mit 32 Punkten im hinteren Tabellenmittelfeld stecken bleibt. Voglsammer (6.) und Klos (77.) hatten die Bielefelder zunächst mit 2:0 in Führung geschossen, der Anschlusstreffer von Florian Krüger (88.) kam zu spät. “Wir haben zwei richtig blöde Tore bekommen. Aber diese Fehler kann man abstellen. Bielefeld hat viel mit langen Bällen operiert und sonst keine spielerischen Mittel gefunden, um uns vorzuführen”, sagte Mittelfeldspieler Clemens Fandrich. Aber eben von jener Spielweise hat Chefcoach Daniel Meyer zuvor hingewiesen und gewarnt. Zugehört hat anscheinend (wieder) keiner. So musste die Rumpfelf, die von offensiv eingestellten Bielefeldern in der Anfangsphase stark unter Druck gesetzt wurde, gleich nach sechs Minuten den ersten Dämpfer hinnehmen. Nach einem einfachen Ballverlust von Filip Kusic schalteten die Gastgeber schnell um. Clauss hatte auf der rechten Seite viel Platz und brachte den Ball mit einer Eingabe vor das Auer Tor, wo die Neuen im Team, Louis Samson und John-Patrick Strauß, nicht entscheidend klären konnten. Vom linken Ellenbogen Voglsammers sprang der Ball schließlich hinter die Linie.
Mit dem Rückstand im Rücken agierten die Veilchen nun noch fahriger, gingen nicht richtig in die Zweikämpfe und kamen fast immer einen Schritt zu spät. Es dauerte bis zur 30. Spielminute bis Aue den ersten Torschuss auf den Kasten der Bielefelder verzeichnen konnte. DSC-Schlussmann Ortega konnte den Ball von Jan Hochscheidt aber genauso parieren, wie wenig später einen weiteren Abschluss des Blondschopfs aus halbrechter Position (36.). Zwischen beiden Aktionen hatte der FC Erzgebirge allerdings auch Glück, dass die Arminia nicht auf 2:0 erhöhte, als Klos die Auer Abwehr inklusive Keeper Martin Männel umkurvte, dann aber den Abschluss verpasste und samt Ball über die Torauslinie rannte. Nach dem Seitenwechsel spielte sich das Geschehen weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. Beiden Mannschaften fehlten im Offensivspiel zunächst die entscheidenden Ideen. Erst in der 73. Minute sorgte der kurz zuvor eingewechselte Dimitrji Nazarov für Gefahr. Nach einer Flanke von Emmanuel Iyoha köpfte der Stürmer den Ball aus fünf Metern unbedrängt über die Querlatte. Die Hoffnungen auf einen Punktgewinn für die gut 230 mitgereisten Auer Schlachtenbummler machte schließlich Bielefelds Rekord-Torschütze Klos, nach einem 65-Meter-Pass von Torhüter Ortega, mit seiner 126. Bude für die Arminia zunichte. Es war der 14. Gegentreffer für den FCE in der Schlussviertelstunde. “Dieses Tor darf so natürlich nicht fallen. Unser Auftritt war trotzdem gut, die Moral hat auch gestimmt”, zieht Daniel Meyer dennoch positive Aspekte aus der Niederlage. Der späte Anschlusstreffer von Florian Krüger, der die direkte Weiterleitung von Jan Hochscheidt ebenso sensationell über Schlussmann Ortega hinweg ins Tor lupfte, übertüncht aber insgesamt den biederen Gesamtauftritt. Am Ende haben Kleinigkeiten die Partie entschieden, für die die Ostwestfalen aber einfach mehr getan haben. Nun heißt es am Freitag im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim die Kurve zu kriegen, sonst verkommt der ehemals komfortable Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz auch zur Kleinigkeit.

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