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SpVgg Greuther Fürth - FC Erzgebirge Aue 'Traumstart für die Veilchen'

Fürths Sportchef Rachid Azzouzi hat es treffend formuliert: “So kann Fußball manchmal sein, heute hätten wir noch eine Stunde spielen können und das Ding wäre wohl nicht reingegangen.” Selbst in der sechsminütigen Nachspielzeit kam der Gastgeber noch zu Möglichkeiten, doch schlussendlich stand ein 0:2-Auswärtserfolg der Veilchen an der Videowand vom Ronhof. Dimitrij Nazarov (25.) und Jan Hochscheidt (90.) erzielten vor 9.970 Zuschauern die Tore für den gelungenen Auer Saisonauftakt gegen Greuther Fürth. “Das war am ersten Spieltag entscheidend für die Köpfe. Der Sieg wird uns hoffentlich Auftrieb für die nächsten Wochen geben”, erklärte Trainer Daniel Meyer, der kurzfristig auf den mit Magen-Darm-Infekt geplagten Pascal Testroet verzichten musste. Mit Sören Gonther und Marko Mihojevic standen zwei der insgesamt sieben Neuzugänge in der Startelf des FCE, zudem entschied sich Daniel Meyer für das in der Saisonvorbereitung neu einstudierte 4-3-3-System. Dimitrij Nazarov, einer der Gewinner der vergangenen Trainingswochen, durfte an der Seite von Philipp Zulechner und Florian Krüger als dritter Stürmer agieren und ließ den Ausfall von Pascal Testroet schnell vergessen machen. Florian Krüger setzte sich auf der linken Außenbahn gegen Fürths Kapitän Caligiuri gekonnt durch, passte in die Mitte zu Dimitrij Nazarov, der mit einem satten Linksschuss unter die Latte für den ersten Auer Saisontreffer sorgte.
“Die Führung war Fluch und Segen zugleich - weil wir zu früh im Kopf hatten, das nach Hause zu verteidigen”, sagte der Coach, der nach dem zuvor gezeigten schnörkellosen Umschaltspiel mit den Chancen durch Florian Krüger (10.), Philipp Zulechner (20.) und Clemens Fandrich (23.) nun die andere Seite der Medaille zusehen bekam: “Es war ein wildes Spiel. Es gab ein klares Übergewicht für die Heimmannschaft. Wir hatten kaum noch Offensivszenen.” Ganz anders die Hausherren. Torhüter Martin Männel verhinderte mit starken Reflexen gegen durch durchgebrochenen Keita-Ruel (35.) und nach einem Volleyschuss von Mohr (45.) aus 16 Metern den Ausgleich. Und falls Aues neuer und alter Kapitän doch geschlagen war, stand Marko Mihojevic goldrichtig und kratzte Keita-Ruels Ball von der Linie (31.), auch wenn die Fahne des Linienassistent aufgrund einer Abseitsstellung schon in die Höhe gehalten wurde. Da die Fürther Druckphasen nach dem Seitenwechsel immer stärker wurden, versuchte der Coach mit der Einwechselung von Dominik Wydra in der 66. Minute für Florian Krüger die eigene Defensive zu stabilisieren, was auch teilweise gelang. Erst in der Schlussphase sorgten die Veilchen mit ihren Entlastungsangriffen plötzlich wieder für Gefahr. Jan Hochscheidt überlief einen Gegenspieler nach dem anderen, zog an der linken Eckfahne nach innen und verfehlte mit einem Schuss aus spitzem Winkel das Tor nur knapp (78.). Keine drei Minuten später hatte Aue aber auf der anderen Seite Glück, als Stefaniak einen Freistoß an den linken Pfosten zirkelte und den Nachschuss Green freistehend über die Latte des verwaisten Tores jagte. Wie man effektiv mit Chanen umgeht, zeigte dann Jan Hochscheidt, der nach einem Konter und der Parade von Fürths Torhüter Burchert, der zunächst gegen Tom Baumgart rettete, nur ins leere Tor vollenden musste (90.) und mit dem zweiten Tor des Tages alles klar machte.

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