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FC Erzgebirge Aue - SV Wehen Wiesbaden 'Abgezockt zum zweiten Saisonsieg'

Der FC Erzgebirge Aue hat auch sein zweites Saisonspiel gewonnen. Dabei waren die Veilchen wiederholt nicht die bessere Mannschaft. “Beide Spiele haben wir auch mit Glück gewonnen. Die Fürther vergangene Woche und die Wiesbadener heute hatten genug Torchancen um die Partien auch anders zu gestalten”, weiß Aues Kapitän und Torwart Martin Männel die Situation richtig einzuschätzen und fügte aber den entscheidenden Satz an: “Diese sechs Punkte kann uns keiner mehr nehmen!” So steht der FC Erzgebirge zumindest bis heute Abend auf Platz zwei der Tabelle und hat neben den Spielzeiten 2004/05, 2010/11 und 2013/14 punktemäßig den besten Saisonstart in der 2. Bundesliga hingelegt. Eingerahmt von einem beeindruckenden 70x12m langen Banner auf der Westtribüne legten die Jungs in lila munter los. Waren die ersten Versuche noch überhasteter Art, so klingelte es nach 19 Minuten das erste Mal in der Kist’. Pascal Testroet, der für Philipp Zulechner als einzige Veränderung zudem Fürth-Spiel gegenüber in der Startaufstellung stand, setzte sich nach einem herrlichen Zuspiel von Philipp Riese im Strafraum bis zur Grundlinie durch, passte von dort in den Fünfmeterraum, wo Florian Krüger nur noch den rechten Schlappen hinhalten brauchte. Danach blieb Aue am Drücker: Pascal Testroet vergab bei einem Konter die Möglichkeit zu erhöhen (29.). Schließlich war aber Dimitrij Nazarov zur Stelle, nahm nach einem Ballgewinn aus knapp 30 Metern Maß und traf unten links. Mit der 2:0-Führung ging es aber leider nicht in die Pause, denn die Gäste, die zum Saisonauftakt vor heimischer Kulisse gegen den Karlsruher SC mit 1:2 verloren hatten, zeigten Moral und kamen durch Tietz, der bei einem langen Ball an den linken Pfosten goldrichtig stand und den Rettungsversuch von Martin Männel doch noch über die Linie drückte, zum Anschlusstreffer.
Nach dem Seitenwechsel beschränkten sich die Veilchen auf das Nötigste, verwalteten nur noch und gerieten durch die erhöhte Schlagzahl der Wiesbadener immer mehr in Bredouille. Der eingewechselte Schäffler (64.) und Lorch (65.) vergaben kurz hintereinander beste Chancen. Auch Daniel-Kofi Kyereh konnte im Strafraum noch in allerletzter Sekunde entscheidend gestört werden (67.). Aues Co-Trainer André Meyer, der seinen Bruder wegen eines tragischen Todesfalls in der Familie vertrat, reagierte, stellte in der 70. Minute auf Dreier- beziehungsweise Fünferkette um. Mit Erfolg: Die Angriffe der Gäste verpufften nun zusehends und die Hausherren befreiten sich aus der Umklammerung. In der Schlussphase sorgte schließlich der eingewechselte Tom Baumgart für die Erlösung, als er nach einem Ballgewinn aus der eigenen Hälfte über die rechte Seite losstiefelte und den Ball vom rechten Strafraumeck zum 3:1 ins lange Ecke schlenzte. Sein erstes Tor im FCE-Dress sollte aber nicht die Vorentscheidung gewesen sein, denn ein fataler Ballverlust von Fabian Kalig brachte den Aufsteiger wieder ins Spiel, weil Dittgen den Schnitzer zum 2:3 nutzte (89.). Das Zittern ging also in die fünfminutige Nachspielzeit, doch am Ende konnten die Veilchen über den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel jubeln. Am kommenden Pokal-Wochenende reist Erzgebirge Aue samstags zu Wacker Nordhausen und tritt eine Woche darauf in Ostwestfalen bei Arminia Bielefeld an.

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