VeilchenPower.de

FC Erzgebirge Aue - VfB Stuttgart 'Starke Leistung gegen blasse Schwa(l)ben'

Interimscoach Marc Hensel, seiner Meinung nach ein geisteskranker Spieler und Trainer, hat für das Flutlichtspiel am Freitagabend die Mannschaft hervorragend auf den Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart eingestellt - mental und vor allem taktisch. “Wichtig war, dass nach einer turbulenten Woche ein leidenschaftliches Team auf dem Platz steht. Das war absolut der Fall. Ich bin wahnsinnig dankbar, dass ich das erleben durfte”, sagte der Übergangstrainer, der neben Marko Mihojevic und den wiedergenesenen Sören Gonther kurzerhand Fabian Kalig als zentralen Innenverteidiger mit ins Rennen schickte. Die Außen besetzten in dem 5-4-1-System Tom Baumgart und Calogero Rizzuto. Eine Maßnahme, die den Veilchen schlussendlich einen Punkt einbrachte. Kompakt tief in der eigene Hälfte stehen und den Stuttgartern den Ball überlassen. Viel wusste der VfB damit aber nicht anzufangen. Die Statistik wies zum Teil mehr als 80 Prozent Ballbesitz für die Mannschaft von Trainer Walter aus. Auch standen am Ende über 600 gespielte Pässe für die Schwaben in der Datenbank. Ein Beleg dafür, dass meist quer oder zurück und ohne Risikobereitschaft gespielt wurde. Und Aue tat gut daran, diese Mauertaktik 90 Minuten so durchzuziehen. Großartige Möglichkeiten, wie Calogero Rizzutos Distanzschuss vom linken Strafraumeck (15.), hatten daher Seltenheitswert. Etwas mehr Arbeit bekam dafür Keeper Martin Männel zuteil. Allerdings stellten die Versuche von Klimowicz (20.) und Stenzel (21.) Aues Schlussmann nicht vor allzu große Probleme.
Als Klement kurz vor der Halbzeitpause eine punktgenaue Hereingabe dann aus fünf Metern Torentfernung daneben köpfte, hatten die Veilchen zugegebenermaßen bereits zum zweiten Mal das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Denn bereits in der 32. Minute entschied Schiedsrichter Felix Zwayer zu Gunsten der Hausherren und sah das Foulspiel von Calogero Rizzuto an Gonzales nicht als Unsportlichkeit an. Der laut Fernsehbilder gerechtfertigte Elfmeterpfiff blieb somit aus. In der 67. Minute stand der Referee aus Berlin erneut im Mittelpunkt. Dieses Mal aber mit einem sehr guten Auge auf das Wesentliche. Sosa lässt sich im Strafraum fallen, will einen Elfer schinden. Der bereits Gelbverwarnte durfte damit vorzeitig zum Duschen. Doch trotz der numerischen Überzahl behielten die Veilchen ihr taktisches Korsett bei. Und so parkte der Bus auch weiterhin vor dem eigenen Tor. Fast hätten die Auer im mit 13.950 Zuschauern gefüllten Erzgebirgsstadion sogar noch als Sieger und Tabellenführer vom Platz gehen können, doch der Kopfball des eingewechselten Stürmers Pascal Testroet verfehlte kurz vor Schluss knapp das Gehäuse. Wäre das passiert, wer weiß, was VfB-Coach Tim Walter sonst noch über die Lippen gerutscht wäre. So endete das Spiel nach sieben Minuten Nachspielzeit aber leistungsgerecht mit einem torlosen Unentschieden.

Spielbericht
Fotos vom Spiel


2542 Klicks

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA