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FC Erzgebirge Aue - VfL Osnabrück 'Jubel mit Verzögerung'

Der VAR bescherrte Aue den dritten SaisonerfolgSaisonübergreifend ist der FC Erzgebirge Aue seit fünf Heimspielen ungeschlagen. Neben zwei Unentschieden feierten die Veilchen drei Siege vor heimischen Publikum, wie auch gestern gegen den Aufsteiger aus Osnabrück. Dass es am Ende nur 1:0 stand, war aufgrund der vielen vergebenen Möglichkeiten in Halbzeit eins fast zu wenig, da sich die Auer Mannschaft beim Heimdebüt von Coach Dirk Schuster in der letzten Viertelstunde selbst dezimierte und so in Unterzahl noch einmal gezittert werden musste. Doch Tom Baumgarts Einschlag aus der 40. Minute sollte eben reichen, um mit dem minimalistischen aller Ergebnisse momentan auf Rang fünf der Tabelle zu stehen und damit, nach der Saison 2010/11, wo man zu diesem Zeitpunkt mit 13 Zählern zwei Punkte mehr eingefahren hatte, sehr gut unterwegs ist. “Wir haben nahtlos an das angeknüpft, was wir in Kiel gezeigt haben. Das spricht für den Charakter der Mannschaft, dass wir immer mehr wollen”, sagte Abwehrchef Sören Gonther und betonte: “Auch wenn die Beine schwer sind, haut die Mannschaft alles raus und wirft sich in jedem Ball. Dann ist es nur verdient, dass wir trotz Unterzahl das Ding gewinnen.” Das sah auch Gäste-Trainer Thioune so und sprach von einer verdienten Niederlage seiner Jungs. Denn von Beginn an hatten die Hausherren den Aufsteiger aus Niedersachsen komplett im Griff. Insbesondere Jan Hochscheidt und Pascal Testroet, der einst in der Saison 2013/2014 beim VfL gespielt hatte und heuer den Vorzug für Philipp Zulechner bekam, sorgten immer wieder für Gefahr vor dem Osnabrücker Tor. Mit frühem Stören erarbeiteten sich die Veilchen rasch ein klares Chancenplus, doch beim Abschluss fehlte es dem Schuster-Team oftmals an der Genauigkeit oder an der Entschlossenheit. So setzte Dimitrij Nazarov in der neunten Spielminute den Ball knapp am linken Pfosten vorbei, Jan Hochscheidts Freistoß aus 20 Metern war zu ungenau, um VfL-Ersatzkeeper Kühn zu ärgern (29.) und nur eine Minute später hatte Pascal Testroet die große Chance, seine Mannschaft in Führung zu bringen. Osnabrücks Agu konnte den Schuss des Stürmers aber auf der Torlinie klären. Auch Außenverteidiger Calogero Rizzuto brachte den Ball aus aussichtsreicher Position nicht im Tor unter. Sein Versuch landete nur am Außennetz (36.).
Nach weiteren turbulenten Szenen im Osnabrücker Strafraum fiel in der 40. Minute das überfällige 1:0 für Aue. Pascal Testroet hatte eine Riese-Flanke mit dem Kopf auf Tom Baumgart abgelegt, der dann aus 13 Metern die Kugel brachial ins Tor wuchtete. Zwar hatte das Schiedsrichtergespann um Thorben Siewer zunächst auf Abseits des Vorlagengebers entschieden, doch nach zwei Minuten wurde das Tor nach Videobeweis gegeben. Der FC Erzgebirge Aue führte somit 1:0, völlig zurecht und gleichzeitig auch zu niedrig. Denn nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel etwas ausgeglichener. Nach der vergebenen Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen - Pascal Testroets Kopfballaufsetzer ging über die Latte (49.) - zeigten die Osnabrücker mehr Gegenwehr und kamen durch van Aken (54.) sowie Ouahim (56.) zu Chancen. In der 65. Minute hatten die Auer Glück, als ein abgefälschter Schuss von Heider nur an den Pfosten klatschte. Als dann in der 75. Minute Calogero Rizzuto mit der Ampelkarte vorzeitig duschen durfte, wurde es nochmal hektisch auf dem sonnendurchfluteten Grün. In Überzahl übernahm der VfL weiter die Regie im Spiel, ohne aber zum gefährlichen Abschluss zu kommen. Vielmehr boten sich den Hausherren Räume zum Kontern. Nach so einem Tempogegenstoß, wie der Konter im Allgemeinen noch genannt wird, passte Florian Krüger auf den durchgestarteten Philipp Zulechner, der allein auf Kühn zustürmte und vom Osnabrücker Keeper unsanft zu Fall gebracht wurde (85.). Ein klarer Elfmeter, wenn der Schiri nicht zuvor auf Abseits entschieden hätte. So blieb der Gast im Spiel. Doch der dezimierte FC Erzgebirge rettete das 1:0 mit viel Leidenschaft schließlich bis ins Ziel.

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