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Karlsruher SC - FC Erzgebirge Aue 'Halbe (Punkt)Miete rein'

Zum Abschluss des 13. Spieltages erkämpfte sich Erzgebirge Aue in Unterzahl vor 12.358 Zuschauern im Wildparkstadion einen Punkt in Karlsruhe. Die Veilchen zeigten eine starke erste Hälfte und gingen früh in Führung. Kurz vor der Pause sah der Torschütze Jan Hochscheidt nach einem Foulspiel die Rote Karte und musste das Feld frühzeitig verlassen. Von da an bestimmten die Karlsruher die Partie und drängten auf den Ausgleich. Joker Fink stach wenige Sekunden nach seiner Einwechslung, mehr als der Ausgleich sprang für den ideenlos agierten KSC aber zum Glück nicht mehr heraus. Daher kann die Schuster-Elf nach einer leidenschaftlichen Defensivleistung in der zweiten Hälfte durchaus mit einem Zähler gut leben. “Am Ende ist das ein Punkt, den wir gerne mitnehmen und worauf wir sehr stolz sind”, sagte Aues Abwehrchef Sören Gonther, der in der 85. Spielminute fast noch zum tragischen Held wurde. Schiedsrichter Sven Waschitzki aus Essen ahndete ein vermeintliches Vergehen von Sören Gonther an Pourié zeitweilig mit Foulelfmeter. Nach Besuch in der Review Area nahm der Referee den Strafstoß aber zu Recht zurück. Da war die Hilfe des VAR Gold wieder wert, welcher allerdings kurz vor der Halbzeitpause noch für reichlich Unmut bei den Auer Anhängern sorgte. Zunächst hatte Jan Hochscheidt für ein unglückliches Foul an Thiede Gelb gesehen. Einer Überprüfung der Szene auf dem Videobildschirm ergab aber Rot und Platzverweis für den Blondschopf.
“Mich würde schon einmal interessieren, wie das Spiel Elf gegen Elf ausgegangen wäre”, meinte FCE-Coach Dirk Schuster auf der Pressekonferenz. Denn für seine Mannschaft war das 1000. Pflichtspiel unter dem Vereinsnamen FC Erzgebirge Aue zuvor perfekt losgegangen. Die Veilchen spielten mutiger und besser, und das zahlte sich bereits nach sieben Minuten aus. Nach einem feinen Steilpass von Florian Krüger lief Jan Hochscheidt frei auf KSC-Keeper Uphoff zu, umkurvte ihn, und brachte den Ball aus extrem spitzen Winkel noch im Tor der Gastgeber unter. Mit seinem 33. Zweitligatreffer ist er zudem mit Stürmer-Ikone Andrzej Juskowiak gleichgezogen. Allerdings droht ihm nun eine Sperre von mehreren Spielen. “Jan ist offensiv schwer zu ersetzen in unserem Team. Das muss man ehrlicherweise zugeben”, weiß auch Clemens Fandrich um die Geschicke seines Mitspielers. Bis zur Dezimierung hätte der FCE die Führung locker ausbauen können - einzig Uphoffs Glanzparaden gegen Pascal Testroets Drehschuss und Dimitrij Nazarovs Innenspann-Direktabnahme verhinderten das (18./23.). Dass es in Durchgang zwei nur noch um das Verwalten der knappen Führung ging, kann man verstehen. Dass es aber ein Kacktor vom ehemaligen Chemnitzer Anton Fink werden sollte, der durch die vielbeinige Abwehr ins Tor zu Ausgleich rutschte, ist schon ärgerlich (64.). Denn zu mehr reichte es trotz 31 zu 9 Torschüssen beim Karlsruher SC nämlich nicht, da auch der letzte Schuss, ein gefährlicher Aufsetzer von Wanitzek, nicht den Weg ins Ziel fand und Martin Männel, der sich abermals einen gelben Karton wegen Zeitspielens abholte, die Situation bereinigte (90.+3). “Die Mannschaft hat eine riesige Mentalität und großen Charakter gezeigt. Der Punkt ist für beide Mannschaften verdient und wir nehmen ihn gerne mit”, sagte Dirk Schuster. Nun heißt es “Wunden lecken und Regeneration für das kommende Heimspiel am Freitag nach der Länderspielpause gegen St. Pauli.”

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