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VfL Bochum - FC Erzgebirge Aue 'Die zwei Gesichter der Veilchen'

Da war sie wieder, die bescheidene Auswärtsfratze des FC Erzgebirge Aue. Seit sieben Spielen warten die Veilchen auf einen Dreier in der Fremde, holten seit dem einzigen Auswärtssieg bei Greuther Fürth danach insgesamt nur drei Zähler (0S-3U-4N). Wie so oft präsentierte sich die auf zwei Positionen veränderte Startelf offensiv zu harmlos und zu umständlich. Dass die Jungs es besser machen können, zeigen sie in fast jedem Heimspiel, wo man 17 der 23 Zähler in dieser Saison geholt hat. Doch irgendwie fehlt eben auswärts die Galligkeit, den Bock umzustoßen. “Von der ersten Minute an haben wir vieles vermissen lassen. Wir standen über weite Strecken zu tief und sind kaum aus der eigenen Hälfte gekommen”, sagte Mittelfeldspieler Tom Baumgart. “Uns wurde klar aufgezeigt, dass wir in der 2. Liga Riesenprobleme bekommen, wenn wir die Leistungsgrenze nicht erreichen. Um konkurrenzfähig zu sein, muss die Lauf- und Zweikampfbereitschaft stimmen”, stieß Aues Coach Dirk Schuster ins gleiche Horn und kritisierte den insgesamt schwachen Auftritt seiner Kumpels, der tabellarisch aber nicht viel Veränderung brachte und Aue (zumindest bis zu den Sonntagsspielen) weiterhin den vierten Platz inne hat.
Das 20. Duell beider Mannschaften ist schnell erzählt: Durchgang eins im Vonovia Ruhrstadion gehörte klar den Hausherren, die mit fast 75 Prozent Ballbesitz eine sehr einseitige Partie für ihre Fans unter den 14.794 Zuschauern boten. Zählbares sprang allerdings nicht heraus, da die Defensive der Auer fast nichts zuließ. Richtig gefährlich wurde es nur in der 30. Minute, als Blum einen Freistoß aus 17 Metern an die Latte jagte und der Nachschuss durch den im Abseits befindlichen Decarli zum Glück uneigennützig geklärt wurde. Der zweite Durchgang startete dagegen ausgeglichener, Aue machte Anstalten, selbst in der Offensive aktiv zu werden. Nach Florian Krügers verkorkstem Abschluss in die Zuschauerränge (50.) zielte er nur acht Minuten später genauer, traf allerdings auch nur den linken Außenpfosten (58.). Mit der etwas offensiveren Spielweise boten sich dem Revierverein leider auch Löcher in der Auer Abwehr. Dies nutze VfL-Kapitän Losilla in der 61. Minute zur Führung der Hausherren. Danach wurde es für die Veilchen nicht besser. Erst sah Aues Innenverteidiger Marko Mihojevic nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (84.) und dann sorgte Louis Samson mit einem Eigentor in der vierten Minute der Nachspielzeit für das 0:2 aus Auer Sicht. Nun heißt es den Fokus auf das nächste Auswärtsspiel in Hannover zu legen. “Dort wollen wir mindestens einen Zähler mitnehmen und in den letzten beiden Heimspielen gegen Regensburg und Fürth unsere Punkte sammeln. Man sieht ja, wie wichtig das ist”, blickte Pascal Testroet bereits auf das Restprogramm bis zur Winterpause voraus. Die Hoffnungen ruhen dabei auf Jan Hochscheidt, Clemens Fandrich und Philipp Riese. Das zentrale Mittelfeld-Trio, welches in Bochum gesperrt fehlte, wird in Hannover zurückkehren und mit ihnen hoffentlich das andere, bessere Gesicht zur Geltung kommen.

Spielbericht


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