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FC Erzgebirge Aue - Jahn Regensburg 'Drittbeste Hinrunde mit Sieg untermauert'

Es lief die zweite Minute der Nachspielzeit und der letzte Herzkasper an diesem Freitagabend stand bevor. Grüttners Hereingabe von rechts blockte Clemens Fandrich im eigenen Sechzehner mit dem Arm, sodass der VAR sich aus seinem stillen Kämmerlein melden sollte. Nach Sichtung der Bilder durfte Schiedsrichter Johann Pfeifer aber die Partie mit Dekret aus dem Kölner Keller freigeben und zwei Minuten später gänzlich abpfeifen. Die Veilchen gewannen damit 1:0 gegen Jahn Regensburg und haben einmal mehr ihre Heimstärke bestätigt, wenn auch nicht so deutlich wie vermutet. Denn die auf einen Dreier-Defensivverbund mit Louis Samson als Abwehrchef umgestellte Mannschaft von Dirk Schuster verpasste es trotz vieler guter Chancen, mehr als ein Tor zu schießen und ließ so Regensburg im Spiel, sodass der Jahn in den letzten 20 Minuten einige gute Gelegenheiten bekam, aber diese zum Glück kläglich vergab.
Der Mann des Abends hieß Sören Gonther. Nach über drei Jahren (zuletzt im DFB-Pokal, 19. August 2016) taucht der 32-Jährige erstmals wieder in einer Torschützenliste auf und ließ mit seinem Kopfballtreffer nach einem Riese-Eckball den Großteil der 8.300 Zuschauer im Erzgebirgsstadion in der 44. Spielminute endlich jubeln. Denn zuvor scheiterten die Veilchen an einer Abseitsstellung des vermeintlichen Torschützen Marko Mihojevic (13.) sowie dreimal am Aluminium: Calogero Rizzuto jagte den Ball erst ans Lattenkreuz, kurz darauf aus spitzem Winkel an den rechten (24.) und John-Patrick Strauß per Kopf an den linken Pfosten (35.). Nach dem Seitenwechsel hätte Florian Krüger für seine Farben nachlegen müssen. Nach einer schönen Kombination schob er den Ball aufreizend lässig aber am Tor vorbei (51.). Vorbeischieben wäre wohl auch für den Regensburger Stolze eine Option gewesen, als er in der 75. Minute alleine auf Keeper Martin Männel zulief. Statt eben jener Möglichkeit lupfte er das Leder aber genau in die Arme des Auer Schlussmannes. Es war eben die Zeit, in der beim FCE die Kräfte arg schwanden und die Oberpfälzer reichlich Chancenwucher betrieben. Nichtsdestotrotz sollte es beim minimalistischen aller Ergebnisse bleiben.
“Ein wunderschönes Gefühl am Freitag den 13. dieses Spiel gewonnen zu haben. Wir hätten die Partie früher entscheiden können, aber am Ende haben wir uns das Matchglück auch verdient”, strahlte Torschütze und morgiges Geburtstagskind Sören Gonther über beide Ohren. Nach zwei Niederlagen nacheinander ist der FC Erzgebirge Aue wieder in der Erfolgsspur zurück und bleibt durch den sechsten Sieg im achten Heimspiel neben dem VfL Bochum das noch einzige ungeschlagene Heimteam der Liga. Am kommenden Samstag könnte diese Serie noch ausgebaut und der VfB Stuttgart, derzeitiger Spitzenreiter in der Heimtabelle, mit einem weiteren Sieg vom Thron gestürzt werden. Aber auch so ist die Hinrunde mit 26 Punkten die drittbeste in der Vereinsgeschichte. Nur in der Zweitligasaison 2006/07 und 2010/11 sammelte der FCE mit 29 bzw. 34 Punkten noch mehr Zähler.

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