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FC Erzgebirge Aue - Bor. Dortmund II 'Sechs Tore und nur ein Punkt'

War wohl der Abend für Paul-Philipp Besong - schoss seinen ersten Drittliga-Dreierpack.
War wohl der Abend für Paul-Philipp Besong - schoss seinen ersten Drittliga-Dreierpack.
Panagiotis Stamatopoulos, mit dem Aussprechen des doch extravaganten Namens hatten die 7.203 Zuschauer im Erzgebirgsstadion noch so ihre Probleme. Doch der Co-Trainer von Pavel Dotchev, der aufgrund einer Gelbsperre nur auf der Tribüne Platz nehmen durfte, vertrat seinen Chef am Montagabend zum Abschluss des 36. Spieltags sehr routiniert, gab dem Team von außen immer wieder die nötigen Hinweise, um gegen die jungen, schnellen Dortmunder Bubis zu bestehen. Am Ende sollte es ein 3:3 werden, was nach eigener Führung und zweimaligen Rückstand dann doch versöhnlich daherkommt. Für Dortmunds U23 bedeutet dies den vorzeitigen Klassenerhalt in der 3. Liga, den die Veilchen bekanntlich schon innehaben.

Bei herrlichstem Aprilwetter im Mai 2023 begannen beide Teams sehr engagiert. Dimitrij Nazarovs Abschluss (5.) auf der einen und Tattermuschs Kopfball nach Pohlmann-Ecke (9.) auf der anderen Seite waren aber schon die Highlights, da die durchaus kombinierfreudigen Spielzüge häufig vor dem gegnerischen Strafraum ein jähes Ende fanden. Nicht so in der 26. Spielminute: Paul-Philipp Besong, der spätere Mann des Abends, schickte per Doppelpass im Rabona-Style Marvin Stefaniak auf der linken Seite steil. Am Fünfmeterraum legt Aues Mittelfeldmotor quer zum einlaufenden Paul-Philipp Besong und der Stürmer musste aus vier Metern nur noch einschieben. Was für ein schöner Treffer der Lila-Weißen, der auch Pavel Dotchev auf der Tribüne zum Jubeln brachte. Drei Minuten später war Aues Coach dann aber in Sorge, denn Dimitrij Nazarov musste verletzungsbedingt den Platz verlassen. “Vermutlich eine Sprunggelenksverletzung. Ich würde mir wünschen, dass er nächste Woche zum letzten Heimspiel wieder auf die Füße kommt”, sagte Sportchef Matthias Heidrich bei MagentaSport über das vorzeitige Ausscheiden des Zehners.

Allerdings kam es für Aue zunächst noch schlimmer: An der Strafraumkante legte Tattermusch mit der Hacke für Eberwein auf, der Maß nahm und trotz dreier Gegenspieler zum Ausgleich (39.) und 1:1-Pausenstand einschieben konnte. Kurz nach Wiederanpfiff jubelte erneut Eberwein: Als Rothe ihn von der Grundlinie bedienen wollte, rutschte Sam Schreck dazwischen und sorgte per Eigentor - sein zweites und das siebte für Aue in dieser Spielzeit - für die BVB-Führung. Doch der FC Erzgebirge blieb weiter mutig und wurde belohnt. Der für Dimitrij Nazarov eingewechselte Borys Tashchy fand nach einer Ecke von Marvin Stefaniak in der 62. Minute die Lücke und glich zum 2:2 aus. Leider nur eine Momentaufnahme, denn Njinmah sorgte zwölf Minuten später mit einem Lupfer über Aues Keeper Martin Männel hinweg erneut für die Dortmunder Führung.

Im Anschluss gab der im Sommer abwandernde Antonio Jonjic nach seiner längeren Verletzungspause sein Comeback und stand beim erneuten Ausgleich gleich als Vorlagengeber parat. Nach einer starken Einzelaktion gegen Rothe an der Grundlinie konnte der Joker in der 85. Minute Paul-Philipp Besong im Zentrum bedienen, der damit seinen ersten Drittliga-Doppelpack abschloss. Doch damit nicht genug. War es erst Nijnmah, der in 90. Minute eine gute Gelegenheit zum BVB-Siegtreffer vergab, so hatte dann Maximilian Thiel mit einem direkten Freistoß die Möglichkeit aufs eigene 4:3. Doch Lotka im Tor von Dortmund vereitelte in der Nachspielzeit die große Chance auf den siebten Auer Heimsieg der Saison (90.+3). Dieser kann aber gegen Ingolstadt noch Wirklichkeit werden. Allerdings ohne den Mann des Tages, der aufgrund seiner fünften Karte das letzte Heimspiel am kommenden Wochenende verpassen wird.

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