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3. Liga 2008/09

Spielbericht

8. Spieltag - Samstag, 27.09.2008 - 14:00

SpVgg Unterhaching - FC Erzgebirge Aue 1:1 (1:0)

SpVgg Unterhaching: Darius Kampa, Thorsten Schulz, Stefan Frühbeis, Florian Hörnig, Timo Nagy, Oliver Fink, Roman Tyce, Robert Zillner, Ricardo Villar, Tobias Schweinsteiger, Anton Fink; Trainer: Ralph Hasenhüttl

Eingewechselt: 68. Bastian Bischoff für Tobias Schweinsteiger, 73. Marcus Steegmann für Anton Fink

Kader: Christian Berchthold, Christian Hain, Maximilian Pfaffinger, Marco Pasiciel

FC Erzgebirge Aue: Stephan Flauder - Marc Hensel, Tomasz Kos, Thomas Paulus, René Klingbeil - Jan Hochscheidt, Daniyel Cimen, Fabian Müller, Arne Feick, Skerdilaid Curri - Sebastian Glasner; Trainer: Heiko Weber

Eingewechselt: 46. Mohammed El Berkani für Fabian Müller, 61. Kenny Schmidt für Sebastian Glasner, 87. Christian Siemund für Daniyel Cimen

Kader: Martin Männel, Ronny Liebold, Maik Georgi, Felix Dojahn

Tore: 1:0 Tobias Schweinsteiger (Kopfball, 23. / Anton Fink); 1:1 Mohammed El Berkani (Rechtsschuss, 58.)

Schiedsrichter: Dr. Manuel Kunzmann (Bad Hersfeld)

Zuschauer: 3800

Gelbe Karte: Roman Tyce, Ricardo Villar / Sebastian Glasner (2.), Daniyel Cimen (2.)

Gelb/Rote Karte: - / Arne Feick (89., wiederholtes Foulspiel)

 
 
     
   
     
     
     
     
     
     
     
 

Vorbericht - Rückrundenspiel - Fotos vom Spiel

Spielbericht: Skerdilaid Curri stapfte nach dem Abpfiff als einer der Letzten vom Platz. Aues kleiner Dribbler lächelte, versprühte gute Laune. Als ein paar Fans aus dem Hachinger Block seinen Namen riefen, winkte er zurück, schickte einen Witz über den Zaun. "Hierher zu kommen, ist immer etwas Besonderes", sagte der Albaner, für den der Münchner Vorort 1998 die erste Profistation in Deutschland war. Doch Curris Fröhlichkeit kam nicht nur von der Erinnerung an alte Zeiten. Auch am Punktgewinn, den seine Auer durch eine insgesamt ordentliche Leistung holten, hatte er großen Anteil. "Wir haben gut dagegen gehalten und den Ausgleich verdient", bilanzierte Curri. "Eigentlich wollten wir die Leistung aus dem Pokalspiel gegen Bremen bestätigen. Aber dafür waren die Beine leider noch zu schwer."
Nach ausgeglichenem Beginn erlangte Unterhaching, das zuvor alle drei Heimspiele zu Null gewonnen hatte, leichtes Übergewicht. Torchancen sprangen aber kaum heraus. In der 23. Minute war es einer ihrer gefürchteten Standards, der den Gastgebern dann aber doch die Führung bescherte: Anton Fink zirkelte einen Freistoß von halblinks auf Tobias Schweinsteiger, und der Bruder des Nationalspielers Bastian köpfte unhaltbar ein. In der Folge verlor Aue den Faden, hatte aber kurz vor der Pause dennoch die Riesen-Chance zum Ausgleich. Mit einem Zuckerpass in die Gasse schickte Fabian Müller Stürmer Sebastian Glasner auf die Reise, den Teamchef Heiko Weber überraschend als einzige Spitze aufgeboten hatte. Doch Glasner war zu langsam und scheiterte am herauseilenden Haching-Keeper Kampa. "Das ist das vierte Mal, dass er eine glasklare Chance vergibt. So einen muss man auch mal versenken", wetterte Weber nach der Partie.
In der zweiten Halbzeit brachte er Mohamed El Berkani für den an der Ferse verletzten Müller - ein Glücksgriff. Nach einer Kopfballabwehr der Hachinger Abwehr hielt der Niederländer in der 58. Minute aus gut 20 Metern einfach drauf, und der Ball zischte knapp unter dem rechten Lattenkreuz ins Netz - ein Traumtor. Weber wollte mehr, brachte mit Kenny Schmidt noch einen frischen Stürmer. Doch allmählich verflachte das Spiel. Bis auf die Hachinger Schluss-Offensive, in der Aues Torwart Flauder mit zwei Paraden das Remis rettete, passierte wenig Sehenswertes. Heiko Weber sprach von einem "gewonnenen Punkt", zeigte sich aber enttäuscht, dass nicht mehr heraussprang. "Wenn wir nach dem Ausgleich so weitergespielt hätten, hätte es ein Sieg werden können. Aber dazu sind wir derzeit leider nicht in der Lage." Nun müsse man im Training "arbeiten, arbeiten, arbeiten", um sich aus dem Tabellenkeller hoch zu kämpfen.
Die Frage, ob er Angst um seinen Job hat, wischte Weber entschieden weg: "In den sechs Jahren, die ich jetzt als Trainer arbeite, habe ich schon einiges erlebt. Ich ziehe das hier jetzt durch, auch wenn es schwer ist." Am kommenden Samstag kommt der Tabellenvierte aus Sandhausen ins Erzgebirgsstadion. "Ganz klar, wir wollen gewinnen", sagte Weber. Er ist guter Hoffnung, dass Neuzugang Ali Lukunku seine Innenbanddehnung bis dahin auskuriert hat. Ganz sicher fehlen wird Arne Feick, der sich nach einem Foul in der letzten Minute gegen Unterhaching eine Gelb-Rote Karte einhandelte. (fp)