SV Sandhausen: Nikolai Rehnen - Niklas Kreuzer, Edvinas Girdvainis, Jakob Lewald, Jonas Weik - Luan Simnica, Besar Halimi, Sebastian Stolze, Stanislav Fehler, Christoph Ehlich - David Otto; Trainer: Gerhard Kleppinger
Eingewechselt: 65. Yanis Outmann für Stanislav Fehler, 65. Dominic Baumann für Sebastian Stolze, 72. Luca-Milan Zander für Christoph Ehlich, 79. Diamant Lokaj für Besar Halimi, 79. Niklas Lang für Niklas Kreuzer
Spielbericht: Sandhausen beendet Niederlagenserie in Aue, welches das letzte Heimspiel der Saison verliert
Das erste Spiel nach dem feststehenden Abstieg kann der SV Sandhausen gewinnen und beendet durch das 3:2 bei Erzgebirge Aue eine lange Negativserie. Der SVS brauchte dabei drei Führungen, um zu gewinnen. Nach dem 1:0 gegen FC Ingolstadt 04 stellte Aue-Trainer Jens Härtel seine Mannschaft auf vier Positionen um. Kips kam zu seinem zweiten Einsatz im Tor der Veilchen und feierte sein Startelfdebüt, dafür nahm Männel auf der Bank Platz, außerdem rückten Hoffmann, Fallmann und Seitz für Barylla, Nkansah und Sijaric in die Startelf. Die 0:3-Niederlage der Gäste gegen Hansa Rostock war das neunte verlorene Ligaspiel in Folge. Im Vergleich zum Spiel vor einer Woche nahm SVS-Interimstrainer Gerhard Kleppinger drei Änderungen in der Startformation vor. Weik und Kreuzer ersetzten Zander und den gelbgesperrten Schikora, kurzfristig musste Simnica auch noch den verletzten Lorch vertreten.
Mit dem sicheren Klassenerhalt auf Auer Seite und dem besiegelten Abstieg auf Sandhäuser Seite spielten beide Mannschaften befreit auf. In den ersten Minuten entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem Sandhausen die besseren Momente hatte. Kreuzer scheiterte mit einem Freistoß noch an der Latte (5.), doch kurz darauf belohnte sich Sandhausen früh für das hohe Anlaufen in den Anfangsminuten: Halimi schloss eine Balleroberung in der Strafraummitte überlegt zur Führung ab (11.). Aue hatte in Person von Seitz die schnelle Antwort auf dem Fuß, doch SVS-Keeper Rehnen blieb im Eins-gegen-Eins Sieger (12.). Infolge schaffte es Aue die Spielkontrolle zu übernehmen und setzte sich fortan öfter in der gegnerischen Hälfte fest, doch Lounes Kopfball nach einer Stefaniak-Ecke ging knapp am Tor vorbei (18.), weitere Abschlüsse von Tashchy (31.) und Fabisch wurden geblockt (33.). Sandhausen hingegen sorgte nach Umschaltsituationen für mehr Gefahr: Ehlichs Aufsetzer entschärfte Kips (27.), der auch gegen Halimi wenig später gut parierte (38.).
Die zweite Hälfte ähnelte zu Beginn dem ersten Durchgang, Aue hatte viel den Ball, konnte aber nur wenig damit anfangen. Kurz nach der Stundenmarke war es aber ein hoher Ballgewinn von Loune, nach dem Tashchy schnell an der Strafraumkante zum Abschluss kam und den Ausgleich markierte (62.). Nicht zuletzt durch die vielen Wechsel verlor das Spiel an Fahrt. Eine dieser Einwechslungen sollte sich jedoch schnell bezahlt machen. In der 72. Minute kam Zander für Ehlich, in der 75. Minute erzielte Zander die zweite SVS-Führung. Kreuzer hatte den Ball zuvor artistisch an der Grundlinie behauptet, Zander setzte seinen Körper gut gegen Stefaniak ein und traf aus spitzem Winkel. Doch auch die zweite Sandhäuser Führung konnte Aue ausgleichen. Girdvainis brachte Sijaric im Strafraum zu Fall. Den fälligen Elfmeter verwandelte Stefaniak sicher (84.). Doch die Gäste hatten noch einen Pfeil im Köcher: Zander brachte einen Freistoß mit Zug auf den zweiten Pfosten, wo sich Baumann durchsetzte und zum 3:2 einköpfte (90.+1). Die dritte Führung gaben die Kurpfälzer nicht mehr aus der Hand und gewannen erstmals seit Anfang Februar. Am letzten Spieltag dieser Drittliga-Saison spielt Aue am Samstag (13.30 Uhr) beim TSV 1860 München, der SVS empfängt zeitgleich nicht nur Viktoria Köln, sondern auch den aktuellen Kölner und zukünftigen Sandhausen-Trainer Olaf Janßen. (kicker)