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VeilchenPower.de

NOFV Oberliga-Süd 2010/11

Spielbericht

17. Spieltag - Sonntag, 13.02.2011 - 14:00

FC Erzgebirge Aue II - VfL Halle 96 1:0 (0:0)


FC Erzgebirge Aue II: Michael Arnold - Erik Fritz, Patrick Grandner, Tom Wolny, Andreas Lobsch - Tommy Käßemodel, Robert Nitzsche, Andy Wendschuch, Sascha Weirauch - Ivan Ristovski, Franco Stopp; Trainer: Thomas Matheja

Eingewechselt: 60. Dominic Rau für Erik Fritz, 64. Felix Kunert für Sascha Weirauch, 89. Guido Heßmann für Ivan Ristovski

Kader: Toni Müller, Thang Giang Nguyen

VfL Halle 96: Marius Kansy - Patrick Selle, Sascha Rode, Stefan Karau, Robin Huth - Nico Stein, Benito Baez Ayala, David Quidzinski, Jannick Hempowicz - Ricky Wittke, Vladimir Penev; Trainer: Thomas Diedrich

Eingewechselt: 77. Christian Sund für Benito Baez Ayala, 77. David Reich für Vladimir Penev, 77. Stephan Neigenfink für Jannick Hempowicz

Kader: Sören Barabasch, Steve Braun, Rene Hartleib

Tore: 1:0 Franco Stopp (Kopfball, 69. / Patrick Grandner)

Schiedsrichter: Matthias Lämmchen (Meuselwitz)

Zuschauer: 130 im Erzgebirgsstadion auf Kunstrasenplatz

Gelbe Karte: Ivan Ristovski (4.) / -


Veilchen tun sich gegen ein Kellerkind sehr schwer
Die U-23-Mannschaft des FC Erzgebirge Aue ist gestern Nachmittag mit einem schwer erkämpften 1:0-Heimerfolg über den Abstiegskandidaten VfL Halle in die Rückrunde der Fußball-Oberliga gestartet. Die Veilchen präsentierten sich zwar kämpferisch und körperlich sehr gut, doch spielerisch blieben noch viele Wünsche offen. Obwohl die Platzherren in der ersten Halbzeit das Geschehen klar bestimmten und zu vier guten Torchancen kamen, hieß es lange Zeit 0:0. Dabei hatte Ivan Ristovski in der 18. Minute die beste Möglichkeit, als der Mazedonier vier Gegenspieler vernaschte, aber am fünften, dem Torwart, scheiterte. Überhaupt war der Keeper der Saalestädter der auffälligste Akteur, der dann bei Distanzschüssen von Patrick Grandner (8.) und Sascha Weirauch (26.) erneut zu überzeugen wusste. Um ein Haar wäre kurz vor der Pause der Spielverlauf auf den Kopf gestellt worden. Denn zweimal schossen die Hallenser aus aussichtsreichen Positionen ganz knapp am Tor vorbei. Nach dem Wechsel bemühten sich die Auer um eine schnelle Entscheidung, doch die Gäste ließen nun nicht mehr so viel zu und stellten sich immer besser aufs Offensivspiel der Gastgeber ein. Zudem offenbarten die Lila-Weißen eine hohe Fehlerquote im Passspiel. Die unaufhörlichen Bemühungen des FCE wurden schließlich in der 70. Minute mit dem goldenen Tor durch Stürmer Franco Stopp belohnt. Tommy Käßemodel hatte den Schneeberger mit einer guten Flanke bedient. Der VfL versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, doch das dominierende Team blieb Aue. Da Robert Nitzsche nach gutem Pass von Ristovski nur die Latte traf, wurde es letztlich noch eine Gratwanderung. Halle hatte in den letzten Minuten zwei Chancen und so beinahe noch mindestens einen Punkt entführt. Zuerst rettete für die Hausherren die Latte, dann zeigte Torhüter Michael Arnold eine Glanztat und stellte den knappen Sieg sicher. "Wir haben wieder mal Geduld bewiesen und zeigten vor allem in der ersten Hälfte guten Offensivfußball", sagte der Auer Trainer Thomas Matheja.
Bericht von Freie Presse.de


Bitterer Stopp im Erzgebirge
Franco Stopp. Dieser Name hat Symbolcharakter und er wird wohl einige Zeit in den Köpfen bleiben. 70 Minuten lang war der VfL Halle 96 in seinem ersten Rückrundenspiel der Fußball-Oberliga bei der zweiten Mannschaft von Erzgebirge Aue drauf und dran, wenigstens einen Punkt mit nach Hause zu bringen. Doch dann kam der große Auftritt des Auer Stürmers Stopp. "Ein einziges Mal passen wir in der Abwehr nicht auf, und schon war das Spiel verloren. Wieder mal. Bitter das alles", sagte VfL-Trainer Thomas Diedrich. Die Mannschaft vom Zoo steht damit weiter auf einem Abstiegsplatz, zwei Punkte hinter Lok Leipzig, das allerdings auch noch zwei Spiele nachzuholen hat. Diedrich war enttäuscht. Aber ausschließlich vom Ergebnis, denn er hatte auch vieles gesehen, was Mut macht für die kommenden Wochen Abstiegskampf. Die Abwehr hatte im Großen und Ganzen sicher gestanden und auch der Sturm hatte einige unübersehbare Lebenszeichen gesetzt. Vor allem in den letzten 20 Minuten. Da tauchte zunächst Sascha Rode völlig frei vor Aues Torwart Michael Arnold auf, vergab aber die große Chance zum Ausgleich. Dann war schließlich auch noch jede Menge Pech dabei, als Stefan Karau kurz vor Schluss nach einem sehenswerten Konter nur die Latte traf. Thomas Diedrich weiß, wie platt das klingt, er sagt die nächsten beiden Sätze trotzdem: "Wenn du oben in der Tabelle stehst, triffst du das Tor im Schlaf. Wenn du im Keller stehst, dann ist eben die Latte im Weg." Lamentieren hilft nicht weiter, das weiß auch der Trainer. Rechnen schon eher: "Wir haben noch sieben Heimspiele, spielen auch noch gegen den direkten Kontrahenten aus Leipzig. Dort vor allem müssen wir unsere Punkte holen", sagt er. Und es kann ihn auch nicht schrecken, dass der nächste Gegner wieder eine zweite Mannschaft ist, am Sonnabend die von Dynamo Dresden. "Die haben natürlich besser ausgebildete Spieler, auch einige, die schon in der dritten Liga gespielt haben. Aber die hatte Aue auch und denen haben wir mit viel Kampfgeist lange Zeit den Nerv gezogen." Mutmachen ist also angesagt. Trotz des bitteren Stoppzeichens im winterlichen Erzgebirge.
Bericht von mz-web.de

>>>Fotos vom Spiel<<<