VfL Bochum - FC Erzgebirge Aue 'Vorschau'
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Ein Tabellenplatz und im Verhältnis drei Minustore mehr trennen den FC Erzgebirge Aue und den VfL Bochum aktuell voneinander. Als Relegationsteilnehmer zum Aufstieg in die 1. Bundesliga und folglich nicht unberechtigt auch als Mitfavorit in die neue Saison gestartet, erwischte Bochum 2011/12 einen äußerst verhaltenen Beginn inklusive Trainerwechsel. Unter dem neuen Coach Andreas Bergmann, der Nachfolger von Friedhelm Funkel, rappelte sich der VfL nach und nach auf, kletterte vom letzten Tabellenplatz (am 8. Spieltag) auf Rang 12. Allerdings gab es nach zuvor vier Siegen und 13 Punkten aus neun Partien unter Andreas Bergmann für den VfL Bochum zuletzt erstmals zwei Niederlagen in Folge (0:1 gegen Cottbus und 0:4 in Braunschweig) - samt ohne eigenen Treffer. Nie zuvor hatte Bochum in der 2. Liga nach 16 Spieltagen so eine schlechte Bilanz, nie zuvor gab es zu diesem Zeitpunkt so viele Gegentore und Niederlagen (nur Ingolstadt und Karlsruhe haben mit je zehn Misserfolgen mehr vorzuweisen) und so wenige Siege, Punkte und eigene Tore.
Dennoch ist Bochum mit 17 Zählern und eben der schlechtern Tordifferenz den Veilchen, die derzeit den drittschlechtesten Angriff der Liga stellen, ganz dicht auf den Fersen. Zudem konnten die Lila-Weißen nur einen Sieg aus den letzten sechs Begegnungen einfahren (1S - 1U - 4N). Den minimalistischen Vorsprung gilt es zu verteidigen, im Idealfall sogar auszubauen. Dazu wäre ein Dreier erforderlich. Genau daran arbeitet das auswärtsstärkere Team (zu Hause acht Punkte, in fremden Gefilden neun) von Trainer Rico Schmitt, der personell fast wieder aus dem Vollen schöpfen kann. Vor allem die Abwehr steht dem 43-Jährigen wieder komplett zur Verfügung. So wird Adli Lachheb nach seiner Rotsperre sicherlich in der Innenverteidigung neben Thomas Paulus zu finden sein. Auf den Außen machen Kevin Schlitte und Kapitän René Klingbeil, der zusammen mit Torhüter Martin Männel alle Saisonbegegnungen voll durchspielte, die Schotten dicht. Eine Verbesserung tut dringend Not. In den letzten sechs Spielen blieb Aue nie ohne Gegentor - damit wartet man von allen Teams am längsten auf ein Zu-Null-Spiel. Und da der VfL in den letzten beiden Partien fast bereitwillig ohne eigenen Treffer blieb, könnte diese schwarze Auer Serie womöglich am Sonntag reißen.
Allerdings täuscht der Eindruck der Bochumer Rohrkrepierer. Das neue System mit nun zwei Stürmern ist offensivstärker geworden: Erzielte der VfL in den ersten sieben Spieltagen nur fünf Treffer, so stieg die Zahl der Einschläge in den restlichen Spielen unter Neu-Coach Bergmann auf 16. Wichtiger Bestandteil im neustrukturierten Bochumer System ist der zentrale Spielmacher und Leistungsträger Giovanni Federico, den Funkel zum Edeljoker degradiert hatte. Der Experte für den tödlichen Pass bereitet bereits drei Treffer vor, war aber selbst noch nie im Abschluss erfolgreich. Dies taten dafür seine Mannschaftskollegen Inui (4 Tore), Chong Tese und Ginczek (je 3), Aydin und Dabrowski (je 2) sowie Freier (1) - wobei nur sechs Treffer vor heimischer Kulisse fielen. Die im Schnitt 14.653 Zuschauer im rewirpowerSTADION sahen zudem noch nie ein Unentschieden ihrer Elf, konnten aber fast sicher sein, wenn der VfL 0:1 in Rückstand geriet, dass das Spiel als verloren abgestempelt werden kann. Nur eins von acht Begegnungen mit solch einer Konstellationen konnte gewonnen werden, und wie: Am 10. Spieltag drehten die Bochumer in Ingolstadt sogar einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg.
Der neue Trainer hat viel bewegt, doch gibt es immer noch ein “Kopfproblem”: das Team von Trainer Andreas Bergmann wartet immer noch auf das erste Kopfballtor der Saison. Ebenso bedarf die Abwehr mit 28 Gegentreffern noch gewisser Korrekturen. Dies sah man deutlich im vergangenen Spiel gegen Eintracht Braunschweig. Da nützt es auch nicht, dass mit Luthe ein echter Elfmetertöter zwischen den Pfosten steht. Der 24-jährige Schlussmann hielt in dieser Saison in Liga- und Pokalwettbewerb bereits fünf Strafstöße. Dass das Team im Abwehrverbund verstärkt werden muss, weiß auch die Vereinsführung. Daher testet Bochum seit dem Mittwoch den 21- jährigen kamerunischen Nationalspieler Jean Patrick Abouna Ndzana (Astres Douala) für die Außenposition. Allerdings meint Bergmann, dass “Ndzana zu brav, nicht bissig, energisch genug ist.” Denn am eingeschlagenen Weg wird der Coach auch im Spiel gegen die Unsrigen auf jeden Fall festhalten: “Wir wollen auf dem Platz die Initiative ergreifen und entscheiden, in welche Richtung das Spiel geht.” Ob mit einer Raute oder auch mit einer flachen Vier im Mittelfeld sei da nebensächlich.
Erzgebirge Aue und der VfL Bochum treffen am Sonntag zum fünften Mal aufeinander. Die Bilanz spricht dabei für den Revierclub, der vier Siege (incl. DFB-Pokal) für sich verbuchen konnte. Noch nie endete eine Partie remis. Den bis dato einzigen Sieg konnten die Veilchen in der vergangenen Saison verbuchen, als Kevin Schlitte nach einem Eckball zum 1:0 einköpfte, dass Rückspiel ging dann mit einer 0:2-Niederlage zu Ende. Für die notwendigen Spielentscheidungen soll Thorsten Schriever aus Dorum sorgen. In seinem elften Spiel (4S - 5U - 2N) mit Auerbeteiligung stehen ihm Malte Dittrich und Lars Heitmann zur Seite. Die Aufgaben des vierten Offiziellen übernimmt Markus Schüller.
Allerdings täuscht der Eindruck der Bochumer Rohrkrepierer. Das neue System mit nun zwei Stürmern ist offensivstärker geworden: Erzielte der VfL in den ersten sieben Spieltagen nur fünf Treffer, so stieg die Zahl der Einschläge in den restlichen Spielen unter Neu-Coach Bergmann auf 16. Wichtiger Bestandteil im neustrukturierten Bochumer System ist der zentrale Spielmacher und Leistungsträger Giovanni Federico, den Funkel zum Edeljoker degradiert hatte. Der Experte für den tödlichen Pass bereitet bereits drei Treffer vor, war aber selbst noch nie im Abschluss erfolgreich. Dies taten dafür seine Mannschaftskollegen Inui (4 Tore), Chong Tese und Ginczek (je 3), Aydin und Dabrowski (je 2) sowie Freier (1) - wobei nur sechs Treffer vor heimischer Kulisse fielen. Die im Schnitt 14.653 Zuschauer im rewirpowerSTADION sahen zudem noch nie ein Unentschieden ihrer Elf, konnten aber fast sicher sein, wenn der VfL 0:1 in Rückstand geriet, dass das Spiel als verloren abgestempelt werden kann. Nur eins von acht Begegnungen mit solch einer Konstellationen konnte gewonnen werden, und wie: Am 10. Spieltag drehten die Bochumer in Ingolstadt sogar einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg.
Der neue Trainer hat viel bewegt, doch gibt es immer noch ein “Kopfproblem”: das Team von Trainer Andreas Bergmann wartet immer noch auf das erste Kopfballtor der Saison. Ebenso bedarf die Abwehr mit 28 Gegentreffern noch gewisser Korrekturen. Dies sah man deutlich im vergangenen Spiel gegen Eintracht Braunschweig. Da nützt es auch nicht, dass mit Luthe ein echter Elfmetertöter zwischen den Pfosten steht. Der 24-jährige Schlussmann hielt in dieser Saison in Liga- und Pokalwettbewerb bereits fünf Strafstöße. Dass das Team im Abwehrverbund verstärkt werden muss, weiß auch die Vereinsführung. Daher testet Bochum seit dem Mittwoch den 21- jährigen kamerunischen Nationalspieler Jean Patrick Abouna Ndzana (Astres Douala) für die Außenposition. Allerdings meint Bergmann, dass “Ndzana zu brav, nicht bissig, energisch genug ist.” Denn am eingeschlagenen Weg wird der Coach auch im Spiel gegen die Unsrigen auf jeden Fall festhalten: “Wir wollen auf dem Platz die Initiative ergreifen und entscheiden, in welche Richtung das Spiel geht.” Ob mit einer Raute oder auch mit einer flachen Vier im Mittelfeld sei da nebensächlich.
Erzgebirge Aue und der VfL Bochum treffen am Sonntag zum fünften Mal aufeinander. Die Bilanz spricht dabei für den Revierclub, der vier Siege (incl. DFB-Pokal) für sich verbuchen konnte. Noch nie endete eine Partie remis. Den bis dato einzigen Sieg konnten die Veilchen in der vergangenen Saison verbuchen, als Kevin Schlitte nach einem Eckball zum 1:0 einköpfte, dass Rückspiel ging dann mit einer 0:2-Niederlage zu Ende. Für die notwendigen Spielentscheidungen soll Thorsten Schriever aus Dorum sorgen. In seinem elften Spiel (4S - 5U - 2N) mit Auerbeteiligung stehen ihm Malte Dittrich und Lars Heitmann zur Seite. Die Aufgaben des vierten Offiziellen übernimmt Markus Schüller.
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