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1. FC Union Berlin - FC Erzgebirge Aue 'Was ist schon normal im Fußball?'

Da erarbeitet man sich Chancen über Chancen, bekommt durch den ersten Angriff der Eisernen den Gegentreffer serviert und schafft es dann auch nicht, das leere Tor zu treffen. Am Ende bleiben nur die Glückwünsche für ein ansehnliches Fußballspiel, für was es natürlich aus Auer Sicht keine zählbaren Punkte gibt. Dass das Spiel nach wenigen Minuten für den FC Erzgebirge und den rund 700 mitgereisten Schlachtenbummler mit dem Verwerten einiger Großchancen (König, Hensel, Lachheb) hätte anders verlaufen können, stellt sich erst gar nicht. Denn nachdem bereits in der neunten Minute durch Ede der im Nachhinein spielentscheidende Führungstreffer für die Gastgeber gelang, blieb Erzgebirge Aue mit leichten Wacklern in der Hintermannschaft weiter am Drücker, ohne jedoch selbst im Abschluss zu glänzen. Zu ungenau agierte die Baumann-Elf in der Offensive. Auch nach der Pause waren die Veilchen die spielerisch bessere Mannschaft, doch verteidigte Union geschickt die Führung. Aue fand einfach kein probates Mittel, auch nicht, als die Köpenicker in den letzten zehn Minuten in Unterzahl agierten, da Quiring verletzt vom Platz musste und FCU-Trainer Neuhaus sein Wechselkontingent bereits erschöpft hatte. Dass dazu dem Ex-Unioner Halil Savran bei der besten Möglichkeit wenigstens einen Punkt aus dem mit 16.728 Zuschauern gefüllten Stadion An der Alten Försterei mitzunehmen die Nerven versagten und die Kugel aus elf Metern über das Tor jagte (84.), passte zum gesamten Spiel der Lila-Weißen. Und während Union Berlin mit dem Tor des Tages die 40-Punkte-Marke geknackt und damit den Klassenerhalt endgültig sicher hat, müssen die Veilchen bei 31 Zählern als Tabellenzwölfter noch weiter zittern. "Wir haben noch ein paar Punkte Vorsprung, aber wir müssen natürlich aufpassen", sagte Aues Trainer Karsten Baumann.

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