
Zum ersten Mal in dieser Saison konnten die Veilchen eine Führung nicht
zu ihren Gunsten nutzen, mussten die Punkte am Ende ganz und gar dem
Gegner überlassen - und das in Überzahl gegen den Tabellenletzten, der
von seinen aktuellen 15 Zählern sechs von Erzgebirge Aue bekam und
zuletzt fünf Niederlagen am Stück kassierte. Dabei sollte für die
Veilchen doch alles besser werden. Mit neuem Sportdirektor im Rücken und
Halil Savran als zweite Sturmspitze ging es im Wildpark zunächst zwar
ohne viel Abtasten zur Sache - die frühe Führung durch das fünfte
Saisontor von Ronny König, der Fabian Müllers Freistoßflanke am
verdutzen KSC-Keeper Orlishausen in die Maschen köpfte (17.), ließ die
gut 400 mitgereisten Auer Schlachtenbummler auch hoffen - allerdings
legten einige Spieler im Anschluss nicht den Hauch von
Zweitliga-Tauglichkeit an den Tag. So zappelte der Ball keine fünf
Minuten später im Tor von Aues Schlussmann Martin Männel. Mit
Begleitschutz konnte Groß den Ball aus etwa 16 Metern Entfernung in die
rechte untere Ecke setzen. Der KSC hatte nun Lunte gerochen, kam immer
stärker auf, wurde von den (noch) defensiv gut eingestellten Auern aber
unter Kontrolle gehalten, die selbst, wie z.B. durch Halil Savran, der
in der 39. Minute nahezu freistehend das Tor knapp verfehlte, zu
Möglichkeiten kamen. Nach dem Seitenwechsel sorgte Hass (55.) mit seinem
frechen Lupfer zum 2:1 mittlerweile für Ernüchterung in den Auer Reihen.
Selbst der Platzverweis, Buckley musste nach einer Tätlichkeit gegen Jan
Hochscheidt mit Rot vom Platz, und 30-minütiger Überzahl reichten nicht
aus, um wenigstens einen Zähler mit ins Erzgebirge zu nehmen. Man
agierte harmlos und ohne spielerische Ideen, so dass das
abwehrschwächste Team der Liga dem 3:1 näher war als die Veilchen dem
Ausgleich. Siegeswillen Fehlanzeige. "Wir müssen mehr Coolness und
Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor zeigen und hinten besser
dicht machen", forderte Rico Schmitt noch vor der Partie, zugehört hat
ihm wohl niemand...
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