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1. FC Kaiserslautern - FC Erzgebirge Aue 'Turbulent und Kunterbunt'

Gegen die seit 12 Spielen weiterhin ungeschlagenen Roten Teufel verloren die Veilchen, die am Montagabend ihr 250. Jubiläumsspiel in der 2. Bundesliga absolvierten, nicht nur mit 1:4 sondern auch Jakub Sylvestr wegen Schiedsrichterbeleidigung mit glatt Rot. Im Mittelpunkt der über weite Strecken mit offenen Visier geführten Partie stand Schiedsrichter Robert Hartmann, der nach Ansicht von FCE-Coach Karsten Baumann das Spiel nicht geleitet sondern mit einigen fragwürdigen Entscheidungen auch entschieden hat. Denn nur wenige Sekunden vor der Führung der Hausherren durch Zuck (7.), hätte es auf der Gegenseite nach Foulspiel von FCK-Innenverteidiger Heintz an Jakub Sylvestr Elfmeter und einen Platzverweis wegen Notbremse geben müssen. So aber jubelte Kaiserslautern. Die in weiß spielenden Auer steckten trotz des Rückschlags nie auf und kamen in der 23. Minute zum verdienten Ausgleich. Fabian Müller hatte auf der rechten Seite viel Platz und Zeit zum Flanken, in der Mitte stand als Abnehmer Jan Hochscheidt parat, der die Kugel aus sechs Metern ohne Abwehrchance für FCK-Keeper Sippel ins lange Eck köpfte. Der FC Erzgebirge war zu dieser Zeit gegen den Noch-Tabellendritten völlig gleichwertig, verpasste es aber, selbst nachzulegen und kam erneut ins Hintertreffen, als Baumjohann einen schnellen Konter im zweiten Versuch mit einem Fallrückzieher zum 2:1 für den FCK abschloss (36.). Trotz aller Bemühen in Halbzeit zwei (46. Hensel, 71. Müller) sollte die fünfte Auswärtsniederlage der Saison und damit die Rote Laterne bei den Gastauftritten weiterhin Bestand haben. Vor allem die anfällige Abwehr lud zum Toreschießen förmlich ein: Nach einem schnell ausgeführten Freistoß markiert Baumjohann so sein zweites Tor (79.) und nur zwei Zeigerumdrehungen später traf auch noch Idrissou zum 4:1. Dazwischen flog Jakub Sylvestr aufgrund eines “Scheibenwischers” Richtung Referee vom Platz - der Slowake wurde vom DFB-Sportgericht für eine Partie gesperrt - und der protestierende Karsten Baumann nahm zwangsweise auf der mit 23.372 Zuschauern besuchten Tribüne seinen neuen Trainerstuhl ein. Alles in Allem war Aue in einem farbenfrohen Spiel etwas zu blauäugig und in einigen Situationen zu grün hinter den Ohren.

Spielbericht


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