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MSV Duisburg - FC Erzgebirge Aue 'Ärgerlich, Unnötig, Bedenklich'

Der FC Erzgebirge Aue bleibt auch im achten Anlauf auf fremden Plätzen ohne dreifachen Punktgewinn. Das bisher mit nur einem Zähler auswärtsschwächste Team der Liga verlor am Sonntag beim MSV Duisburg, der in den vorangegangen sechs Heimspielen vier Mal verloren und zwei Mal unentschieden gespielt hatte, völlig unnötig mit 1:2. Schon zum sechsten Mal traten die Veilchen damit den Heimweg ohne Zählbares im Gepäck an. Vor 10.136 Zuschauern in der Schauinsland-Reisen-Arena war der Treffer von Jan Hochscheidt zum zwischenzeitlichen 1:1 (42.) einfach zu wenig. “Es ist eine völlig unnötige Niederlage. Wir machen in der Abwehr zu viele Fehler und nutzen vorn unsere Chancen nicht. Das ist einfach ärgerlich”, kritisierte Trainer Karsten Baumann, der noch kurz vor Anpfiff einen weiteren Ausfall hinnehmen musste: Stürmer Ronny König verletzte sich beim Aufwärmen und konnte nicht auflaufen. Für ihn spielte Andreas Wiegel im Angriff neben Jakub Sylvestr. Halil Savran (Bänderriss), Guido Kocer (Knie) und Thomas Paulus (Infekt) hatten die Reise zum MSV gar nicht erst mit angetreten. Nach ganz mageren ersten 20 Minuten nahm das Spiel zusehends Fahrt auf und entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch. Dabei hatte Aue derweil die beste Chance, doch Jakub Sylvestr (24.) scheiterte gleich dreimal nacheinander aus spitzem Winkel am stark aufgelegten Duisburger Schlussmann Wiedwald, der selbst mit einem gebrochenen Mittelhandknochen weiterspielte.
Auch in der Folge hatten die Gäste mehrfach die Chance, das Tor zu erzwingen. “Uns fehlt der Killerinstinkt, den wir zu Hause haben”, ärgerte sich Oliver Schröder, ob der vergebenen Hundertprozentigen und dem überraschenden Gegenreffer. Das 1:0 fiel nämlich vier Minuten später auf der Gegenseite. Die Duisburger, die nicht nur sportlich, sondern seit kurzem auch wirtschaftlich ums Überleben kämpfen, profitierten von einem Nickenig-Aussetzer. Der Innenverteidiger spielte ohne Not einen Fehlpass in die Beine von Pamic, über Brandy kam die Kugel dann zu Brosinski, der Torhüter Martin Männel keine Abwehrchance ließ. Erzgebirge Aue keineswegs geschockt und immer noch angriffslustig, allerdings verpassten Wiegel (30.) und Sylvestr (32.) dies auch in Toren zu manifestieren. Erst drei Minuten vor der Pause gelang Jan Hochscheidt der mehr als verdiente Ausgleich. Eine Müller-Hereingabe köpfte der Top-Scorer bei den Veilchen per Aufsetzer zum 1:1 in die Maschen. Kurz darauf hatte Jakub Sylvestr sogar das 2:1 auf dem Fuß, sein Schuss strich denkbar knapp am langen Pfosten vorbei. Die rund 300 mitgereisten Fans im Gästeblock hofften nun auf ein Happy End, doch spielerisch konnte ihr Team in der zweiten Halbzeit nur noch selten überzeugen. Marc Hensels Schuss aus 30 Metern nach einer knappen Stunde, der haarscharf über die Latte segelte, sollte die letzte gute Gelegenheit der Veilchen im Spiel nach vorne bleiben, denn als Jan Hochscheidt kurz darauf wegen Adduktorenproblemen vorzeitig vom Platz musste, gelang offensiv so gut wie nichts mehr. Die leidenschaftlich kämpfenden Zebras hingegen entwickelten wesentlich mehr Druck und gingen durch Brandy, der seinem Gegenspieler Kevin Schlitte im Strafraum enteilt war, in der 66. Minute mit 2:1 in Führung. Ein Aufbäumen der nun ideenlosen Auer fand nicht mehr statt und die vierte Niederlage in Serie gegen das Team von der Wedau war perfekt.

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