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FC Erzgebirge Aue - MSV Duisburg 'Vorschau'

Mit der Euphorie, die der Auswärtssieg in Dresden gebracht hat, möchte der FC Erzgebirge für das kommende Heimspiel gegen den MSV Duisburg soviel wie möglich Zuschauer ins Lößnitztal locken. Allerdings sorgt die Terminierung, nicht nur wegen der Anspielzeit von 18:00 Uhr, sondern auch die Ansetzung in der NOFV Oberliga-Süd, selbst für Konkurrenz. Denn fast zeitgleich tritt der Zweitplatzierte, die U23 von Aue, beim Erstplatzierten aus Zwickau an. Hinzu kommt, dass die erste Garnitur in den bisherigen Heimspielen nicht gerade glänzte und die Zuschauer nach einigen Gurkenspielen somit gleich zu Hause blieben. Nur zwei Siege gab es bisher im eigenen Stadion in dieser Saison zu sehen, aber gegen den bislang noch in der Fremde sieglosen Duisburger, könnte durchaus der dritte Heimsieg für Aue gelingen.
Die Zebras kassierten insgesamt acht Niederlagen - nur Ingolstadt und Karlsruhe haben mehr vorzuweisen. In der momentanen Spielzeit war Rang 11 nach dem 1. Spieltag die beste Platzierung für die Meidericher. Erst am 6. Spieltag gelang daheim der erste Saiosn-Dreier beim 3:0 gegen Dynamo Dresden. Vorher gab es zwei Remis und drei Niederlagen. Und aufgrund der schwachen Punkteausbeute im ersten Saisondrittel und dem bitteren Pokal-Aus beim Nord-Regionalligisten Holstein Kiel (0:2) wurde MSV-Trainer Milan Sasic vorzeitig von seinen Aufgaben entbunden. Daraufhin übernahm der bisherige Torwarttrainer und Ex-Bundesliga-Profi Oliver Reck zunächst als Interimscoach, wenig später als Cheftrainer die Arbeit. Am vergangenen Spieltag feierte der 46-Jährige in seinem dritten Spiel den ersten Sieg für den MSV. Nach zuvor drei sieglosen Partien in Serie gewannen die Zebras mit 3:0 gegen Braunschweig und sprangen vom Relegationsplatz 16 auf Rang 13.
Bereits sechs Mal stand der Pokalfinalist des vergangenen Jahres unter den letzten Drei und ist nun auf einem guten Weg den Tabellenkeller zu verlassen. Mit 18 zu 22 Toren hat Duisburg trotz der schlechten Saisonleistung sogar ein besseres Torverhältnis als Aue. Allerdings täuscht dieser Eindruck von einer effektiveren Offensivkraft. Denn bezeichnenderweise ist Innenverteidiger und MSV-Kapitän Bajic, der im letzten Spiel die fünfte Gelbe Karte sah, mit derzeit vier Treffern bester Torschütze, gefolgt von Brosinski, Jula und Wolze mit je zwei Buden sowie sieben weiteren Schützen mit je einem Einschlag. Fünf Mal blieben die Zebras torlos, der FCE sechs Mal, der bereits zwei Mal vier Gegentore in einem Spiel kassierte - in der gesamten letzten Saison passierte das den Lila-Weißen nur ein Mal. Zuletzt gegen Braunschweig beendeten die Zebras erstmals seit dem 6. Spieltag wieder ein Spiel ohne Gegentor.
Der Vergleich gegeneinander ist schnell erzählt. Acht Mal standen sich beide Teams in der Bundesliga gegenüber. Drei der letzten vier Duelle gewannen die Duisburger. Insgesamt gab es vier MSV-Siege, zwei Unentschieden und zwei Aue-Erfolge, die ausnahmslos zu Hause eingefahren wurden. Wie auch im letzten Heimspiel: Am 19. September 2010 sahen 10.100 Zuschauer im Old Otto eine farbenfrohe Partie (Kevin Schlitte, Daniel Reiche und Bruno Soares flogen alle mit Gelb-Rot vom Platz) gegen den damaligen Tabellenführer, die mit dem Tor des Tages von Jan Hochscheidt (72.) gewonnen wurde. Aktuell war der Mittelfeldspieler und Topscorer von Aue (3 Tore, 5 Assists) an vier der letzten fünf Tore direkt beteiligt (2 Tore, 2 Vorlagen). Dies wertet seine Vertragsverlängerung noch weiter auf.
Drei wichtige Zähler stehen morgen zur Debatte. Nicht nur, dass Aue mit einem weiteren Sieg das gewonnene Sachsen-Duell veredeln kann, sondern wäre nebenbei auch die 20-Punkte-Marke geknackt. Keine leichte Aufgabe, weiß Rico Schmitt: "Wir haben damals auf St. Pauli gewonnen und uns anschließend gegen Rostock Zuhause sehr schwergetan. Dennoch wollen wir gewinnen, denn das Team hat nun gesehen, was geht und unsere Heimstärke soll wieder aufgebaut werden." Allerdings kann der Chefcoach in seinem 50. Zweitligaspiel für Erzgebirge Aue nicht auf sein Stammaufgebot zurückgreifen, da mit Adli Lachheb (Rot-Sperre), Pierre Le Beau und Marc Hensel (beide fünfte Gelbe) gleich drei Spieler auf der Tribüne Platz nehmen. "Wir müssen kein großes Geheimnis daraus machen, dass Fabian Müller auf der Rechtsverteidiger-Position spielen wird und Nicolas Höfler für Marc aufläuft", so Rico Schmitt. Für Adli Lachheb rückte bereits in Dresden René Klingbeil in die Innenverteidigung, Kevin Schlitte dafür auf die linke Seite der Viererkette. Beim MSV fehlen wie bereits oben geschrieben Bajic sowie Berberovic wegen Gelbsperre.
Die Partie wird geleitet von Markus Schmidt. Anscheinend ein Mann mit Aue-Sympathien. In seinem Portfolio stehen drei Siege, drei Unentschieden und nur eine Niederlage für die Lila-Weißen. Die gab es zu seiner Premiere am 24. Oktober 2003 bei Wacker Burghausen. Damals verloren die Veilchen mit 0:2. Auch das unter seiner Leitung erspielte Auer Torverhältnis kann sich mit 17:7 sehen lassen, ist aber eh nur was für die Statistikfreaks. Dem 38-jährigen Schwaben assistieren Tobias Helwig und Tim Skorczyk. Vierter Offizieller ist Simon Marx.


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