
Gegen den Lieblingsgegner der Veilchen - sieben der acht
Zweitliga-Duelle gegen den SC Paderborn wurden gewonnen - kassierte man
heute vor 7.329 Zuschauer in der Energieteam-Arena eine 0:1-Niederlage
und hat damit wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt
liegengelassen. "Paderborn hat verdient gewonnen. Wir haben in dieser
Phase um das Gegentor quasi gebettelt und hatten dann nichts mehr
zuzusetzen", resümierte Rico Schmitt, der in der zweiten Halbzeit einen
Kräfteverschleiß bei seinen Spielern ausmachte: "Den Willen kann ich
ihnen nicht absprechen. Aber wir müssen nun sehen, was wir besser machen
können." So konnte man als gemeiner Fan in den ersten 45 Minuten noch
ein Bemühen seiner Farben sehen, welches sich aber nicht konsequent in
Torgefahr ummünzen ließ. Zwar setzte Ronny König nach einer Flanke von
Kevin Schlitte einen Kopfball an den Querbalken (15.), doch
vielversprechende Torchancen sprangen trotz einer taktisch
disziplinierten Leistung bis zur Pause nicht mehr heraus. In der 39.
Minute hatte man zudem Glück, dass Taylor nach einer Ecke aus der
Nahdistanz den Ball nur um Zentimeter am Tor vorbei bugsierte. Im
zweiten Abschnitt gab der FC Erzgebirge seine zuvor aufgebaute Dominanz
unverständlicherweise aus der Hand und der Gastgeber drängte Dank mehr
Laufbereitschaft sowie einem verändertem Zweikampfverhalten auf die
Führung. Zunächst konnte Aues Schlussmann Martin Männel noch zwei
Möglichkeiten (48. und 51.) vereiteln, aber beim Paderborner
Führungstreffer, den Mohr (60.) ins lange Eck köpfte, war er
folgerichtig geschlagen. Nur zwei Zeigerumdrehungen später verhinderte
ebenfalls die Querlatte den Doppelpack des Paderborner Ersatz-Kapitäns.
Leider war nach dem Rückstand kein Aufbäumen bei Aue zu sehen. Vielmehr
hatten die Ostwestfalen eine gute Chance nach der anderen, scheiterten
aber am nun glänzend reagierenden Martin Männel. Es blieb bei der
fünften Saisonniederlage der Veilchen, die damit seit drei Ligaspielen
ohne Sieg sind.
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