SC Paderborn 07 - FC Erzgebirge Aue 'Vorschau'
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Aller guten Dinge sind bekanntlich Drei. So reisen die Auer nach dem 1:1
gegen Union Berlin und dem knappen 1:2-Pokal-Aus gegen den 1. FC
Nürnberg zum Abschluss der englischen Woche morgen zur
Überraschungsmannschaft nach Paderborn. Dabei geht es für Trainer Rico
Schmitt und seinem Team in der Vorbereitung auf die Partie des 13.
Spieltages gegen den Liga-Konkurrenten vor allem darum, zu regenerieren
und um eventuell eine neue Triumphserie zu starten. "Wir haben unsere
erfolgreiche Saison 2010/11 mit einem Auswärtssieg in Paderborn
begonnen“, erinnert sich der 43-jährige Coach, ”und das wollen wir
natürlich weiterführen: Wir fahren dahin, um zu punkten." Auch Ronny
König, Aues Toptorjäger mit drei Treffern, möchte gerne in Paderborn
“die Woche vergolden.”
Dazu ist allerdings eine höchst couragierte Leistung vonnöten. Der
Gegner wird den lila-weißen Akteuren alles abverlangen und selbst Keeper
Martin Männel glaubt, dass sie dieses Mal von "einer stärkeren
Mannschaft" empfangen werden. Seit dem fünften Spieltag hat der SC
Paderborn nicht mehr verloren, blieb somit in den vergangenen acht
Partien ungeschlagen (fünf Siege, drei Remis) und stellte damit einen
neuen Vereinsrekord auf. Nach vier Siegen in Folge (ebenfalls
Vereinsrekord) gab es zuletzt aber “nur” ein 1:1 bei den Löwen aus
München. Dabei erkämpften sich die Ostwestfalen nach einem 0:1-Rückstand
noch einen wichtigen Zähler. Die letzte Niederlage für den SCP ist
verdammt lang her und ereignete sich am 4. Spieltag beim 0:1 gegen
Greuther Fürth, der auch der Gegner in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals
war und man erneut verlor (0:4). Weiter gekommen als bis zur dritten
Runde sind die Paderborner in ihrer Pokalhistorie bisher nie, doch da
haben sie mit Erzgebirge Aue etwas gemeinsam. Die zweite Niederlage die
der Sportclub im Punktspielbetrieb verbuchte, war am 3. Spieltag bei
Union Berlin mit einem klaren 0:3. Drei Gegentore haben Seltenheitswert,
denn ansonsten spielte die Mannschaft von Roger Schmidt fünfmal zu Null
und fing sich sechsmal jeweils nur einen Gegentreffer ein. Macht
zusammen Neun, die von 16 selbst erzielten Toren in den Schatten
gestellt werden. Fünf Buden vom besten SCP-Knipser Proschwitz, die
beiden Treffer von Brandy bzw. Meha sowie sieben weitere Spieler mit je
einem Einschlag sorgten für vier Unentschieden und sechs Siegen - 22
Punkte, damit katapultieren die Paderborner auf Rang fünf der Tabelle -
so weit oben war der SCP zuletzt am Saisonende 09/10 zu finden (in der
gesamten letzten Saison nie in der oberen Tabellenhälfte).
Obgleich der momentan hervorragenden Ausgangslage für die Paderborner, es gibt noch die Kategorie Lieblingsgegner, und den sieht der FC Erzgebirge statistisch gesehen im kommenden Gastgeber. Gegen keinen anderen Club gewannen die Unsrigen im Liga-Unterhaus so oft. Sieben der acht Zweitliga-Duelle gegen Paderborn (unter anderem die letzten vier) gingen an die Veilchen, die am 24. Februar 2008 mit dem 6:0-Erfolg sogar ihren höchsten Zweitliga-Sieg verzeichnen konnten. In der letzten Saison gewann die Elf von Rico Schmitt beide Begegnungen mit 1:0. Dabei fielen die Siegtore jeweils sehr spät: Marc Hensel traf in Paderborn in der 90.+2 Minute, Pierre Le Beau im Rückspiel in der 86. Minute. 13:1 Tore sprechen klar für sich. Den einzigen Zweitliga-Treffer für die Ostwestfalen erzielte Brouwers am 27. April 2007 zum 1:0-Heimsieg seiner Farben. Doch ebenso zurückhaltend mit dem Toreschießen zeigt sich momentan auch die Auer Mannschaft in dieser Saison: Im Schnitt nicht ein Mal ein Tor pro Spiel (zehn in zwölf Partien) - nur Aachen und Rostock haben weniger vorzuweisen. Daher wird das Spiel gewiss auch kein Selbstläufer für Aue, was zudem die Bilanz gegeneinander in der dritten Liga bestätigt: Erst verlor man zu Hause mit 0:2, konnte dann wenigstens im Rückspiel ein 0:0 ergaunern. Wie gesagt, dies ist bislang ein kleiner schwarzer Fleck gegen den damaligen Aufsteiger auf der sonst tadellosen Zweitligaweste. Man darf somit gespannt sein, was am Samstagnachmittag überwiegen wird: Das Attribut Lieblingsgegner oder doch die momentane Erfolgsgeschichte des SC Paderborn.
Ausfälle personeller Art sind in beiden Stammkader recht ausgeglichen. Mittelfeldspieler und Mannschaftskapitän Krösche, der bislang alle zwölf Liga-Spiele bestritten hat und quasi den Sturmlauf des SCP in die richtige Bahn geschoben hat, wird wegen eines im Pokalspiel zugezogenen Muskelfaserrisses bis auf Weiteres dem Team von Roger Schmidt fehlen. Als Ersatz stehen Mohr oder Palionis zur Disposition. Und Rico Schmitt, also der mit Doppel-T, muss Marc Hensel nach seiner Ampelkarte im Union-Spiel ersetzen. Diesbezüglich wird wohl Nicolas Höfler den Part des Abräumers zusammen mit Oliver Schröder übernehmen. Weitere Überraschungen in der Startaufstellung sind jedenfalls nicht ausgeschlossen.
Schiedsrichter in der Energieteam-Arena ist mit Robert Kempter aus Sauldorf kein Unbekannter. Letzte Saison leitete er ebenfalls die Partie Paderborn gegen Aue, welches man bekanntlich mit 1:0 gewann. Auch in seinen beiden Spielen mit Auer Beteiligung endeten siegreich aus Sicht der Veilchen (1:2 Oberhausen / 1:0 Erfurt). Assistiert wird er vom dreifachen Thomas: Stein (Homburg am Main) und Münch (Rielasingen) an den Linien sowie Gorniak (Bremen) als vierter Offizieller.
Obgleich der momentan hervorragenden Ausgangslage für die Paderborner, es gibt noch die Kategorie Lieblingsgegner, und den sieht der FC Erzgebirge statistisch gesehen im kommenden Gastgeber. Gegen keinen anderen Club gewannen die Unsrigen im Liga-Unterhaus so oft. Sieben der acht Zweitliga-Duelle gegen Paderborn (unter anderem die letzten vier) gingen an die Veilchen, die am 24. Februar 2008 mit dem 6:0-Erfolg sogar ihren höchsten Zweitliga-Sieg verzeichnen konnten. In der letzten Saison gewann die Elf von Rico Schmitt beide Begegnungen mit 1:0. Dabei fielen die Siegtore jeweils sehr spät: Marc Hensel traf in Paderborn in der 90.+2 Minute, Pierre Le Beau im Rückspiel in der 86. Minute. 13:1 Tore sprechen klar für sich. Den einzigen Zweitliga-Treffer für die Ostwestfalen erzielte Brouwers am 27. April 2007 zum 1:0-Heimsieg seiner Farben. Doch ebenso zurückhaltend mit dem Toreschießen zeigt sich momentan auch die Auer Mannschaft in dieser Saison: Im Schnitt nicht ein Mal ein Tor pro Spiel (zehn in zwölf Partien) - nur Aachen und Rostock haben weniger vorzuweisen. Daher wird das Spiel gewiss auch kein Selbstläufer für Aue, was zudem die Bilanz gegeneinander in der dritten Liga bestätigt: Erst verlor man zu Hause mit 0:2, konnte dann wenigstens im Rückspiel ein 0:0 ergaunern. Wie gesagt, dies ist bislang ein kleiner schwarzer Fleck gegen den damaligen Aufsteiger auf der sonst tadellosen Zweitligaweste. Man darf somit gespannt sein, was am Samstagnachmittag überwiegen wird: Das Attribut Lieblingsgegner oder doch die momentane Erfolgsgeschichte des SC Paderborn.
Ausfälle personeller Art sind in beiden Stammkader recht ausgeglichen. Mittelfeldspieler und Mannschaftskapitän Krösche, der bislang alle zwölf Liga-Spiele bestritten hat und quasi den Sturmlauf des SCP in die richtige Bahn geschoben hat, wird wegen eines im Pokalspiel zugezogenen Muskelfaserrisses bis auf Weiteres dem Team von Roger Schmidt fehlen. Als Ersatz stehen Mohr oder Palionis zur Disposition. Und Rico Schmitt, also der mit Doppel-T, muss Marc Hensel nach seiner Ampelkarte im Union-Spiel ersetzen. Diesbezüglich wird wohl Nicolas Höfler den Part des Abräumers zusammen mit Oliver Schröder übernehmen. Weitere Überraschungen in der Startaufstellung sind jedenfalls nicht ausgeschlossen.
Schiedsrichter in der Energieteam-Arena ist mit Robert Kempter aus Sauldorf kein Unbekannter. Letzte Saison leitete er ebenfalls die Partie Paderborn gegen Aue, welches man bekanntlich mit 1:0 gewann. Auch in seinen beiden Spielen mit Auer Beteiligung endeten siegreich aus Sicht der Veilchen (1:2 Oberhausen / 1:0 Erfurt). Assistiert wird er vom dreifachen Thomas: Stein (Homburg am Main) und Münch (Rielasingen) an den Linien sowie Gorniak (Bremen) als vierter Offizieller.
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