
Die Pokalsensation blieb aus. Erzgebirge Aue hat durch eine 1:2-Niederlage gegen den Erstligisten 1. FC Nürnberg das Ticket für die Runde der letzten 16 leider nicht lösen können. Dabei war vor 13.000 Zuschauern im Erzgebirgsstadion ein Klassenunterschied über lange Zeit nicht zu sehen. Einzig in den dann spielentscheidenden Szenen lagen die Hauptstärken der personell arg gebeutelten Franken, die nur in der Anfangsphase der Partie mit schnellem Umkehrspiel die Defensive des FC Erzgebirge entblößen konnten. Nach rund 20 Minuten legten die in gewohnt lila spielenden Auer nämlich ihre Hemmungen ab, fanden besser ins Spiel und mit den bekannten Tugenden wie Kampfkraft und Laufstärke setzten die Veilchen den viermaligen Pokalgewinner unter Druck. Ronny Königs Kopfballversuch (32.) nach Flanke Höfler, der neben Jan Hochscheidt für Oliver Schröder und Marc Hensel die Doppel-Sechs bildete, sowie Mike Könneckes Direktabnahme aus 18 Metern (38.) oder auch Tobias Kempes Knaller, den Club-Tormann Stephan nur abklatschen konnte (44.), waren allesamt gefährlich, jedoch nicht zielsicher genug. Auch nach der Pause gab es das gleiche Bild. Aue drückte auf das Führungstor, die jungen Nürnberger verteidigten mit Glück und vor allem Geschick das eigene Tor. Ronny König vergab dabei mehrere Chancen, die vom fleißigen Guido Kocer aufgelegt wurden. Praktisch aus dem Nichts fiel dann binnen vier Minuten die Entscheidung. Zunächst zog Esswein von links am mittlerweile gelb-vorbelasteten Nicolas Höfler vorbei und versenkte das Leder unhaltbar aus 18 Meter im rechten Giebel (64.). Die Schockstarre der Gastgeber nutzte vier Minuten später der eingewechselte Wießmeier, der den Abwehrfehler von Adli Lachheb mit einem nicht scharfen, dafür aber platzierten Schuss ins linke untere Eck bestrafte. Es waren die beiden ersten Chancen der Glubberer im zweiten Abschnitt. Die Veilchen gaben nicht auf, warfen alles in die Waagschale, um den Traum vom Pokal-Achtelfinale doch noch wahr werden zu lassen. Diese Hoffnungen schürte Ronny König in der 78. Minute, als er eine Hereingabe von Guido Kocer an Stephan vorbei ins Tor zum 1:2 köpfte, zunächst bei allen Beteiligten. Allerdings sollte der Ausgleich trotz der Schlussoffensive, in der es sogar Keeper Martin Männel nach vorne zog, nicht mehr gelingen. Damit war das vierte Ausscheiden in Runde Zwei für den FC Erzgebirge besiegelt.
SpielberichtFotos vom Spiel
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