
Erzgebirge Aue hat durch seine erste Heimniederlage in dieser Saison den
Sprung in die Spitzengruppe der 2. Fußball-Bundesliga verpasst. Das Team
um Rico Schmitt unterlag dem Karlsruher SC durch die Treffer von
KSC-Kapitän Iaschvili (16.) und Krebs (78.) mit 0:2 und bleibt mit vier
Punkten im Mittelfeld. Die Badener liegen dank ihres zweiten Saisonsiegs
nun mit sechs Zählern einen Punkt hinter dem Führungstrio. Vor 10.000
Zuschauern hatten die Veilchen im hartgeführten ersten Durchgang mehr
vom Spiel, die klareren Aktionen kamen allerdings von einem KSC, der
hinten gut stand und schnell nach vorn spielte. Nachdem Iaschvili in der
7. Minute bereits eine gute Möglichkeit ausgelassen hatte, gelang dem
Georgier zehn Minuten später nach einer schönen Einzelleistung sein
dritter Saisontreffer. Dadurch war die Weiße Weste von Aues Keeper
Martin Männel hinfällig. Zudem mussten die Veilchen nach ihrem ersten
Zweitliga-Gegentreffer der Saison das Spiel gestalten, taten sich damit
aber äußerst schwer. Die Karlsruher zogen sich meist komplett in die
eigene Hälfte zurück und ließen den etwas kopflose anrennenden FCE
keinen Raum. Nach der Pause blieb zunächst der Gast am Drücker. Im
weiteren Spielverlauf drängten Veilchen zunehmend auf den Ausgleich und
hatten dabei mehrere gute Tormöglichkeiten. Auch mit Erfolg, aber ohne
die Rechnung des Schiedsrichtergespanns: Erst scheiterte Ronny König an
KSC-Schlussmann Dirk Orlishausen, dann schoß Mike Könnecke den auf der
Linie stehenden Dennis Kempe ab und schließlich hämmerte Jan Hochscheidt
die Kugel ins Gästetor zum 1:1-Ausgleich, welcher aber wegen
vermeintlicher Abseitsstellung nicht gegeben wurde (58.). 20 Minuten
später traf der eben eingewechselte Krebs mit einer
20-Meter-Direktabnahme ins rechte Toreck zum entscheidenden 0:2, und
dies nicht ganz unverdient. Denn auch wenn Erzgebirge Aue viel Druck
ausgeübt hatte, fehlte es an der Durchschlagskraft und man hätte wohl
noch eine Stunde spielen können, ohne das Tor zu treffen. Die Konter der
Badener waren hingegen gezielter vorgetragen, der Pfostenschuss von
Iashvili kurz vor dem zweiten Tor zeigte dies deutlich. "Wir müssen nun
auswärts punkten und dabei vieles besser machen", weiß auch Rico Schmitt.
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