
Die 15.000 Zuschauer im ausverkauften Erzgebirgsstadion konnten im
letzten Heimspiel der Saison leider keinen Sieg ihrer Farben sehen.
Gegen den frisch gekrönten Bundesligaaufsteiger musste sich das Team von
Rico Schmitt am Ende mit 2:0 geschlagen geben. Damit sicherte sich die
effizientere Hertha einen Spieltag vor dem Saisonende auch noch die
Zweitliga-Meisterschaft. Aue versteckte sich keineswegs, allerdings
fehlten in der Offensive die Ideen um die Mannschaft von BSC-Trainer
Babbel ernsthaft in Gefahr zu bringen. So vergaben Jan Hochscheidt, dem
ein Abspiel zum freistehenden Skerdilaid Curri (6.) misslang, ebenso wie
Alban Ramaj (12.) die ersten Gelegenheiten des Spiels. Als Herthas
Nachwuchskeeper Burchert einen 20-Meter-Flachschuss von Jan Hochscheidt
an den Pfosten lenkte (32.) und im direkten Anschluss Neumann sich gegen
den einschussbereiten Skerdilaid Curri mit einer Ringereinlage unfair
durchsetzte, forderten die Auer Fans Elfmeter, doch die Pfeife des
FIFA-Schiedsrichters Meyer blieb stumm. Zu diesem Zeitpunkt führte der
Gast aus Berlin bereits mit 1:0. Ramos setzte sich in der 14. Minute
gegen die Innenverteidiger Thomas Paulus und René Klingbeil durch,
knallte dann den Ball flach ins linke Toreck. Es war die erste richtige
Möglichkeit für den Hauptstadtclub, der auch die zweite mit der
Cleverness einer Spitzenmannschaft eiskalt verwandelte: Friend, von
Perdedaj mustergültig frei gespielt, lupfte die Kugel über Keeper Martin
Männel hinweg zur 2:0-Pausenführung für die Gäste in die Maschen (44.).
Nach dem Wechsel mühten sich die Veilchen zwar um einen schnellen
Anschluss, präsentierten sich aber in der Offensive nicht kreativ und
temporeich genug, um die Berliner dauerhaft unter Druck zu setzen.
Bezeichnenderweise bekamen die Hausherren in den gesamten 90 Minuten
keinen Eckball zugesprochen. So hatte Hertha wenig Mühe, den Vorsprung
über die Zeit zu bringen. Einziger Trost: Der FC Erzgebirge bleibt nach
der dritten Heimniederlage der Saison weiterhin auf Platz fünf. Auch,
dass Tobias Kempe sein Engagement in Aue fortsetzen wird, stimmt den
gemeinen Fan etwas positiver.
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vom Spiel
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