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FC Erzgebirge Aue - VfL Bochum 'Doppelpack in 113 Sekunden'

Die Zielsetzung - wir müssen die ersten 30 Minuten ohne Gegentor überstehen und dann vorne unsere Chance nutzen - hatte im Spiel gegen den VfL Bochum weniger als drei Minuten Bestand. Nachdem die Veilchen in Person von Jakub Sylvestr einen Foulelfmeter verwehrt bekamen, fiel im direkten Gegenzug das 1:0 für den VfL Bochum: Sukuta-Pasu, welcher sich um Dominic Rau drehte und aus sechs Metern ins rechte obere Eck vollendete, traf zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison für den VfL. Die passende Auer Antwort vor 8.100 Zuschauern hätte Zlatko Janjic, der den Vorzug vor Mike Könnecke bekam und eine Hereingabe von Guido Kocer freistehend aus zehn Metern neben das Tor bugsierte (7.), geben müssen. Nach diesen schwungvollen Anfangsminuten plätscherte die Partie vor sich hin. Zu viele Ungenauigkeiten im Passspiel, große Lücken zwischen Abwehr und Mittelfeld bestimmten die Szenerie. Dass die Neururer-Elf immer mit drei Mann auf den ballführenden Auer Spieler ging, überforderte die Veilchen sichtlich, die kaum noch etwas Konstruktives zustande bekamen. Jakub Sylvestrs Kopfball knapp neben dem VfL-Tor war nach 28 Minuten das letzte Highlight in einer erneut schwachen ersten Halbzeit des FC Erzgebirge.
Bekanntlich soll es ja im zweiten Abschnitt besser laufen. Und wie: Gerade noch verpasste Sukuta-Pasu das 2:0 durch einen Aluminiumtreffer und im direkten Gegenzug fiel der Ausgleich. Oliver Schröder, der später mit Verdacht auf einen Innenbandriss im linken Knie ausgewechselt musste und die Veilchen aufgrund des ausgeschöpften Wechselkontingents die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten mussten, flankte von der rechten Eckfahne auf den langen Pfosten, wo sich Guido Kocer perfekt löste und aus zehn Metern per Volleyabnahme traumhaft ins lange Eck vollendete (48.). Nur 113 Sekunden später wurde der Torschütze auf der linken Seite auf die Reise geschickt und hämmerte im Anschluss seinen vierten Saisontreffer aus halblinker Position zum 2:1 unter das Quergebälk. Die Lila-Weißen hatten nun Oberwasser. Trotz des Bochumer Sturmlaufs in den Schlussminuten, verbunden mit einem VfL-Lattenknaller (85.), gab man die drei Punkte sowie den fünften Saisonsieg nicht mehr aus der Hand. Dies entspricht Tabellenrang 4 mit 19 Punkten und 10:6 Toren - allerdings nur im zweiten Spielabschnitt...

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