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FC St. Pauli - FC Erzgebirge Aue 'SchlussPunkt'

Die neunte Zweitligasaison für die Veilchen nimmt mit dem 2:2-Unentschieden am Millerntor vor 27.856 Zuschauern gegen den FC St. Pauli ein versöhnliches Ende. 41 Zähler stehen schlussendlich auf dem Konto des FC Erzgebirge und man verbesserte sich gegenüber den beiden vorangegangenen Spielzeiten um einen Platz auf Rang 14. Dass auf Grund der Auswärtsschwäche eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre und man damit auch aus dem Topf der Fernsehgelder ein nettes Sümmchen obendrauf gepackt bekommen hätte, bleibt unbestritten, ist jedoch nicht mehr änderbar. Wenigsten hat Lila-Weiß mit Jakub Sylvestr seit längerer Zeit mal wieder einen Toptorschützen in den eigenen Reihen vorzuweisen. Mit seinem Treffer zum 2:2 in der 62. Spielminute teilt er sich nun die Torjägerkanone der 2. Bundesliga mit Paderborns Aufstiegballermann Saglik. Zu seinem Verbleib in Aue gibt es, wie zum Spiel selbst, eigentlich nicht viel zu sagen. Die Treffer für die Kiezkicker erzielten Nöthe (14.) und Maier (38.) - Guido Kocer (25.) und Jakub Sylvestr (62.) konnten jeweils ausgleichen.
Beide Teams begannen engagiert, beließen es nicht beim Abtasten. Nichtsdestotrotz zeigten vor allem die Hausherren nach ihrer Heimdurststrecke die bessere Spielanlage und kamen mit schnellen Ballstaffeten gefährlich vor das Tor von Martin Männel, der in der 14. Minute zum ersten Mal hinter sich greifen musste. Gegen den Schuss des freigespielten Nöthe hatte der Schlussmann keine Abwehrchance. Das Tor für die Paulianer sorgte für eine kurze Dauerbelagerung des Auer Strafraums und (fast) mittenrein nahm sich Guido Kocer nach einem weiten Fink-Ball ein Herz, gewann den Zweikampf gegen Nehrig am linken Strafraumeck und knallte die Kugel schnörkellos in die Maschen. Der Arbeitstag des Schützen sollte jedoch ein abruptes und schmerzhaftes Ende finden. Nach einem Zweikampf an der Mittellinie fiel Guido Kocer so ungünstig auf die Schulter, dass er mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch noch in einem Hamburger Krankenhaus eingeliefert werden musste. Das Spiel selbst ging ohne Unterbrechung weiter und Maier war der Nutznießer, schob zur erneuten Pauliführung ein. Die zweite Hälfte bot bis auf Bolls Geschoß (50.) sowie Frank Lönings Versuch (58.) nur etwas für die Galerie der Tormänner. Fast aus dem Nichts konnte Aue dann plötzlich doch noch was auspacken. Dorian Diring war nach einem ansehnlichen Doppelpass mit Solomon Okronkwo im Strafraum der Kiezkicker freigespielt, spritzte bis zu Grundlinie und bediente den am Fünfmeterraum wartenden Jakub Sylvestr mustergültig, der sehenswert unter die Latte vollstreckte. Das soll es auch gewesen sein, denn die weiteren Minuten blieben ohne nennenswerte spielerische Höhepunkte. Erst nach dem Abpfiff sahen die 1.600 Gästefans wieder atemberaubendes. Pauli und wohl auch andere Vereine wissen durchaus, wie man ehrenvolle Spieler einen würdigen Abschied bereitet. Das sollte zu Denken geben...

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