TSV 1860 München - FC Erzgebirge Aue 'Drei fette Eier'
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In fast allen statistischen Fakten des 333. Veilchen-Zweitligaspiels unterlegen, jedoch in einem wichtigen Aspekt die Nase vorn - Geschossene Tore München: Null und Aue: Eins. Der Treffer in der fünften Spielminute von Romario Kortzorg beendete nicht nur die 511-minütige Torflaute und die seit fünf Spielen Sieglosserie des FCE, sondern besiegelte zugleich auch den ersten Sieg überhaupt im Münchner Löwengehege (1S-3U-5N). Die Hoffnungen auf einen direkten Verblieb in Liga zwei wurden außerdem bestärkt, da dem FC Erzgebirge nur noch ein Punkt vom rettenden Ufer trennt. Spielerisch glänzten die Veilchen, unterstützt von rund 2.500 feierwütigen Gästefans, keineswegs, brachten aber durch Romario Kortzorgs Tor nach vorangegangenem Solo von Stefan Mugosa den ebenfalls abstiegsgefährdeten TSV 1860 München in arge Schwierigkeiten, da die Löwen ihrerseits sehr fahrlässig mit den sich bietenden Tormöglichkeiten umgingen. Ein abgefälschter Schuss von Weigl schrammte in der 11. Minute knapp am rechten Pfosten vorbei. Bei Schindlers Direktabnahme stand Keeper Martin Männel goldrichtig (23.) und als Vollmann in der 34. Minute vollkommen frei am ersten Pfosten die Pille neben das Tor köpfte, war eigentlich schon abzusehen, dass die Löwen an diesem Ostersonntag den Auern kein Ei ins Nest legen würden. “Wir waren nicht besser, hatten aber mehr Herz”, sagte ein freudestrahlender Tomislav Stipic, dessen Mannen in der zweiten Hälfte viel Abwehrarbeit verrichten mussten. München berannte förmlich das Tor von Martin Männel, der ein ums andere Mal sein Können gegen Adlung (46.), Weigl (51.), Simon (62.) sowie Vollmann (65.) unter Beweis stellte. Die beste Chance hatten trotzdem die Veilchen. Rico Benatelli, der seine fünfte Gelbe Karte sah und im nächsten Spiel gegen den SV Sandhausen Zuschauer ist, vergab nach Zuspiel von Romario Kortzorg in der 81. Minute die gute Möglichkeit zur Entscheidung, welche aber ebenso Stefan Mugosa in der ersten Halbzeit per Flugkopfball verpasste (36.). “Wenn wir noch etwas abgezockter gewesen wären, hätten wir noch ein Tor nachgelegt”, befand auch der Coach. Egal, die drei fetten Ostereier in Form von Punkten waren im Sack.
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