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FC Erzgebirge Aue - FSV Frankfurt 'Nicht schön, aber erfolgreich!'

Der erste Heimerfolg der Veilchen nach vier sieglosen Partien vor eigenen Publikum lässt den Hoffnungsfunken weiter glimmen. Allerdings war das Spiel keineswegs einer Zweitliga-Begegnung würdig. Während man im letzten Heimspiel gegen Sandhausen den Gästekeeper mit einigen Möglichkeiten beschäftigte, erlebte FSV-Keeper Klandt einen eher geruhsamen Arbeitstag. Zwar bestimmten die Lila-Weißen im mit 7.650 Zuschauern gefüllten Old Otto die Szenerie, nach einer schwungvollen Anfangsphase mit vielversprechenden Ansätzen kam jedoch nicht mehr viel. Das konnte auch Biathlon-Weltmeister Eric Lesser, gestern als Ehrenmitglied in die Veilchenfamilie aufgenommen, von der Trainerbank aus gut beobachten. Bis zum gegnerischen Sechzehner lief die Kugel relativ problemlos durch die eigenen Reihen, den Abschluss gestaltete man dann aber trotz Bestbesetzung zu umständlich. “Es haben Automatismen gefehlt. Wir müssen nächste Woche daran arbeiten, Bobby wieder ins Spiel einzubinden”, sagte FCE-Coach Tomislav Stipic zur 4-4-2-Systemumstellung. So lief Hoffnungsträger Bobby Wood erstmals seit seiner Verletzung vor sieben Wochen als zweiter Stürmer auf und versuchte sich mit einem ersten Torschuss, der aber deutlich neben das Tor ging (18.). Stefan Mugosa (26.) prüfte aus spitzem Winkel Frankfurts Keeper. Da auch Grifo (30./35.) und Dedic (32.) auf der anderen Seite vergaben, ging es torlos in die Pause.

Mit dem Seitenwechsel ersetzte Sebastian Hertner den wiedermal enttäuschenden Romario Kortzorg. Das änderte zunächst wenig am Spielverlauf: Aue weiterhin bemüht und mit biederen Abschluss. Stefan Mugosas vergebene Kopfballchance (57.) hierbei exemplarisch. Mit seinem zweiten Wechsel bewies Tomislav Stipic dann ein glückliches Händchen: Rico Benatelli kam für Clemens Fandrich und köpfte direkt einen scharf geschossenen Freistoß von Selcuk Alibaz ins Tor. “Es war ein sensationelles Gefühl. Meine erste Ballberührung und dann direkt drin. Ich hatte eine extra Portion Motivation und ein bisschen Wut im Bauch, weil ich nicht von Anfang an gespielt habe”, sagte der 23-jährige Youngster. Angesichts der Führung im Rücken, wäre anzunehmen, dass der Knoten im Torabschluss endlich geplatzt sei. Mitnichten, aussichtsreiche Konter worden quasi an die Wand gefahren. Dies muss sich in den kommenden Spielen definitiv ändern, sonst ist dieser Dreier letzten Endes nichts wert.

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