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Würzburger Kickers - FC Erzgebirge Aue 'Keinen kühlen Kopf bewahrt'

Das Premierenspiel gegen die Würzburger Kickers ging schon mal nach hinten los. Der ziemlich platte Auftritt der Lila-Weißen endete zum Abschluss der englischen Woche mit einer knappen 0:1 Niederlage, die zweite Auswärtspleite in der laufenden Saison. Nach einer von beiden Mannschaften schwach geführten ersten Hälfte machte Würzburgs Bieber die entscheidende Führung, die die Dotchev-Elf nicht mehr ausgleichen konnte. “Wir wollten aufgrund der englischen Woche in der ersten Halbzeit kontrolliert spielen”, sagte der Trainer, dessen Vorgabe von seinen Jungs auch umgesetzt wurde. So zeigten sich die von gut und gerne 1.200 Auefans unterstützten Veilchen mit wenig Zug zum Tor und bis auf seinen Lupferversuch aus 30 Metern aufs verwaiste Tor (14.) und seinen Lattentreffer zum Ende der ersten Hälfte von Simon Skarlatidis gab es keine nennenswerten Möglichkeiten des FC Erzgebirge in der brütendheißen flyeralarm-Arena. Zwar ging es hin und her, allerdings waren die Hausherren spielbestimmender und machten das Spiel, aber ohne wirklich selbst gefährlich vor das Tor von Martin Männel zu kommen. Folgerichtig ging es mit dem 0:0 in die gekühlten Katakomben.
Aber auch im zweiten Durchgang gelang beiden Teams kaum zu Ende gespielte Kombinationen. Die Ausnahme führte zum Tor der Gastgeber: Shapourzadehs Schuss konnte Martin Männel noch großartig parieren, der Schütze schaltete jedoch am schnellsten und bediente Bieber, der völlig frei drei Meter vor dem leeren Tor zum 1:0 einnetzen konnte (58.). Aue versuchte nun natürlich das Tempo zu erhöhen, um wenigstens den Ausgleich zu erzielen. Auch Pavel Dotchevs Wechselverhalten deutete mit der Hereinnahme von Max Wegner (61.), Hakki Yildiz (67.) und Tom Nattermann (82.) auf eine Schlussoffensive hin. Besonders der eingewechselte Max Wegner machte eine gute Figur und hatte zwei Möglichkeiten zum Ausgleich. Erst prüfte er Kickers-Torwart Robert Wulnikowski aus der Distanz (69.), dann scheiterte er mit einem Kopfball an dem stark parierenden Würzburger Keeper (74.), der damit zum Matchwinner avancierte, denn der ehemalige Offenbacher holte einen starken Abschluss nach dem anderen heraus und ließ nicht nur die Auer Anhänger verzweifeln. Auch Mike Könnecke wusste sich nicht mehr zu helfen und probierte es mit einer Flugeinlage im Strafraum. Der bereits durch Ballwegschlagen verwarnte Angreifer sah für diese Schwalbe Gelb-Rot vom schwachen Schiedsrichter Thorsten Schriever, der zuvor in der 21. Spielminute ein Foulspiel am durchgebrochenen Simon Handle weder als Notbremse geschweige denn überhaupt ahndete. Seis drum, die Schlussoffensive der Veilchen war in jener 84. Minute vorzeitig gestoppt wurden und das Spiel verloren.

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