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Baustellenreport Teil III

Nach dem Abbruch des Bitumenbelages und dem Sandwichbau mit einem Grobschlag-Vlies-Mineralgemisch führte die Tiefbaufirma Keller Grundbau GmbH mit einem Spezialgerät eine sogenannte Rüttelstopfverdichtung durch. Dabei handelte es sich um das Einbringen von Kies- bzw. Schottersäulen in Böden, die oft eine ungenügende Tragfähigkeit und Steifigkeit besitzen. Dieses Verfahren ist auch für die Verbesserung von grobkörnigen Anschüttungen aus Bauschutt, Schlacke oder Abraum geeignet. Unterstützt von austretender Druckluft verdrängte der Rüttler beim Einfahren den Boden. Das Kies- bzw. Schottergemisch wurde zugegeben und beim Wiederversenken seitlich in den Boden gedrückt und verdichtet. So baute sich die Rüttelstopfsäule in abwechselnden Schritten bis zur geplanten Höhe auf. Innerhalb von vier Tagen war der Boden mit diesen Verfahren gefestigt und man konnte mit den Kanalarbeiten beginnen.
Nach der baulichen Situation geht es nun zur finanziellen. Demnach muss der Erzgebirgskreis einen Teil der Fördergelder zurückzahlen. Die in den Jahren 2009/10 dringend notwendige Sanierungsarbeiten (Haupttreppe Auer Eingang, Dach Haupttribüne, Errichtung Toilettenanlage und Überdachung der Gegengerade) am Erzgebirgsstadion im Gesamtwertumfang von knapp 2,2 Millionen EUR wurden in Höhe von 1.758.600 EUR aus dem so genannten "Konjunkturpaket II" von der Sächsischen Aufbaubank (SAB) realisiert, welche aber mit einer Zweckbindungsfrist von 25 Jahren verankert war. Da mit den Abbrucharbeiten an der Westseite auch das Haupttribünendach zu ca. 20 % abgerissen wurde, hat die SAB einen ersten (Teil)-Rückforderungsbescheid im Umfang von 63.273,11 EUR erlassen, weil das damals sanierte Dach nur 59 der 300 Zweckbindungsmonate komplett Bestand hatte. Mit Beginn des 2. Bauabschnittes (Abbruch und Neubau der Haupttribüne) ab Mai 2016 werden sich auch die weiteren an die KP-II-Fördermittelgewährung geknüpften grundlegenden Nutzungsbedingungen (Breiten- und Schulsport) nicht mehr aufrechterhalten lassen. Unmittelbar nach diesem Zeitpunkt ist mit dem Erlass des kompletten Widerrufs- und Rückforderungsbescheides in Höhe von voraussichtlich reichlich 1,3 Millionen EUR zu rechnen. Vorausschauend hatte der Erzgebirgskreis zur Absicherung des Förderrückzahlungsrisikos in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2013 bereits eine Rückstellung in Höhe von rund 1,46 Millionen EUR gebildet, welche dem Kreis- und Finanzausschuss am 22. Februar 2016 seitens der Landkreisverwaltung per Beschluss vorgelegt werden soll.

Fotos vom Stadionumbau: Stadion / Bauphase 1
Baustellenreport Teil I
Baustellenreport Teil II


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