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FC Hansa Rostock - FC Erzgebirge Aue 'Auswärtsfahrer haben Grund zum Feiern'

Früher musste man fast schon masochistisch veranlagt sein, um seine lila-weiße Farben auswärts zu unterstützen. Kaum ein Sieg gelang auf fremden Boden, unentwegt bekam man auf die Fr.... Das hat sich jedoch drastisch geändert, nahezu jede Auswärtsfahrt wird momentan mit Punkte garniert. Und endete damals die Heimfahrt oft im Frustsaufen, knüppelt man sich heute auf den Dreier mehr als genüsslich Einen oder Zwei oder (wie der Durst halt ist) ein Dutzend hinter die Binde. Was die Veilchen jedenfalls den 750 mitgereisten Schlachtenbummlern im Ostseestadion geboten haben, war aber auch aller Ehren wert. Mit dem 2:0-Erfolg versenkte man die Hansa-Kogge fast schon mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit. Es war die sechste Auswärtspartie in Folge, in der die Veilchen nicht als Verlierer vom Platz gegangen sind (4S-2U-0N). Das frühe Tor nach 18 Minuten spielte überdies in die Karten der Dotchev-Elf. Ein Freistoß von Christian Tiffert aus dem linken Halbfeld landete genau auf den Kopf des im Fünfmeterraum freistehenden Nicky Adler, der sein fünftes Saisontor quasi ohne Gegenwehr im Hansa-Tor unterbringen konnte. Danach kontrollierte Aue das Geschehen, stand hinten souverän, ließ aber in der Offensive zwingende Aktionen vermissen.
Die knappe 1:0-Führung wurde aber zeitnah ausgebaut. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff lag die Kugel mit tatkräftiger Unterstützung von Hansa-Keeper Schuhen ein zweites Mal im Netz. Der Klärungsversuch eines Rückpasses entpuppte sich als Kerze, die Cebio Soukou gekonnt runternahm und im Anschluss überlegt auf Max Wegner quer legte. Der Stürmer schlenzte daraufhin die Kugel eiskalt mit links ins lange Eck. Die seit fünf Heimspielen unbesiegten Rostocker stemmten sich gegen die drohende zehnte Saisonniederlage, versuchten es aber meist mit langen Bällen, die der kompakten Auer Abwehr nur ein müdes Lächeln auf das Gesicht zauberte. Erst im Schlussakkord kam in der nun zerfahrenen Partie etwas Hektik auf. Der eingewechselte Andrist hatte am Sechzehner viel Platz, knallte die Kugel gefährlich auf das Tor, wo der grippegeschwächte Martin Männel per Fußabwehr sensationell parierte (85.). Beim direkt verwandelten Garbuschewski-Freistoß nur drei Minuten später blieb der Schlussmann noch gelassener und ließ diesen gleich gewähren. Der vermeintliche Treffer zählte nämlich nicht, da Schiedsrichter Patrick Ittrich eine indirekte Ausführung angezeigt hatte. So blieb es nach 90 Minuten beim verdienten Sieg des FC Erzgebirge, der weiterhin auf Tabellenplatz zwei zu finden ist.

Spielbericht


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