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Würzburger Kickers - FC Erzgebirge Aue 'Besser als nüschts'

Es war Abnutzungskampf pur. Solche Spiele sind wahrlich kein Augenschmaus, aber gut für die Seele eines Spielers, weiß auch Pavel Dotchev: “Er bringt uns zwar in der Tabelle nicht enorm weiter, hilft aber ungemein für den Kopf. Wir haben gezeigt, dass wir bereit sind den Abstiegskampf annehmen.” Nach vier Niederlagen in Serie war es zumindest ein Lebenszeichen von den Veilchen, die auf einem direkten Abstiegsplatz bleiben. Ein richtiger Spielfluss wollte vor 9.138 Zuschauern im Gitterrohrstadion zu Dallenberg gar nicht erst aufkommen. Viel zu fahrig agierten beide Teams. Kleinere Fouls hier, viele Nickligkeiten dort. Mittenrein in die Tristesse fiel das Gegentor Marke FCE. Solche Dinger kann sich Lila-Weiß bald patentieren lassen… Nach einem weiten Einwurf der Würzburger in Höhe der Eckfahne verlängerte Christian Tiffert per Kopf in den Fünfmeterraum zu Innenverteidiger Adam Susac, der vor dem heranstürzenden Peter Kurzweg retten wollte und dabei den Ball ins eigene Tor stocherte. Da waren gerade 23 Minuten gespielt und die auf drei Positionen veränderte Dotchev-Elf lief zum zehnten Mal in dieser Saison einen Rückstand hinterher - was das Nervenkostüm aller Beteiligten weiter strapazieren sollte. Denn mit der Führung im Rücken hatten die Hausherren nun leichtes Spiel, vergaben aber in aussichtsreicher Position (42. Soriano) oder scheiterten an Keeper Daniel Haas (33. Soriano, 38. Neumann).
Das Beste, was dem FC Erzgebirge in dieser Situation passieren konnte, war der überraschende Ausgleich. Einen Freistoß von Sebastian Hertner köpfte Steve Breitkreuz an den Innenpfosten, Pascal Köpke reagierte am schnellsten und staubte mit seinem siebten Saisontreffer zum 1:1 ab (43.). Nach dem Wechsel erhöhte Würzburg den Druck, welcher aber nur sporadisch zu Gelegenheiten führte (54. Soriano), denn weitestgehend verlor sich die Partie in Zweikämpfen im Mittelfeld - rekordverdächtige 49 Fouls sprechen für sich. Auch dass die Veilchen keinen Eckball zugesprochen bekamen, zeigt, welche Abnormität diese Materialschlacht hatte. Jeder Zentimeter des mittlerweile ramponierten Grüns wurde verbissen umkämpft. Leidenschaft und Ehrgeiz konnte man den Akteuren jedenfalls nicht absprechen, dementsprechend ging nur wenig nach vorne. Nicky Adlers Versuch (63.) vor Kickers-Keeper Wulnikowski an den Ball zu kommen, scheiterte denkbar knapp, war aber schon ein Highlight im Offensivspiel der Veilchen. Wobei das Revanchfoul von Pascal Köpke an Neumann auch für Emotionen sorgte. Zu viel bei Co-Trainer Robin Lenk, der die letzten zehn Minuten auf der Tribüne verbringen und von dort fast die erneute Würzburger Führung ansehen musste: Nach einem Daghfous Freistoß war Pisot (80.) völlig ungedeckt, köpfte aber zum Glück direkt in die Arme von Torwart Daniel Haas. Am Ende blieb es beim Remis, für das es bekanntermaßen auch Punkte bzw. einen Zähler gibt.

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