VeilchenPower.de

FC Erzgebirge Aue - Dynamo Dresden 'Veilchen bleiben Schlusslicht'

Eigentlich ist man nach der gezeigten Leistung in Halbzeit zwei beim Auswärtsspiel in Braunschweig etwas zuversichtlicher in das Prestigeduell gegen die Landeshauptstädter gegangen. Auch die seit knapp 21 Jahren bestehende Ungeschlagenen-Heimserie gegen Dynamo trug dazu bei, nicht gänzlich ohne Erwartungen in die ausverkaufte Baustelle zu pilgern. Denn in jenen Spielen sahen die Jungs in Lila-Weiß immer gut aus, haben geackert, gekämpft, führten verbissen Zweikämpfe und zeigten Emotionen. Dies alles vermisste man gestern komplett - einem Derby nicht würdig. So gab es auf Auer Seiten dieses Mal die langen Gesichter, welche im Hinspiel tagelang mit einem Grinsen unterwegs waren. Die Fußballwelt ist manchmal schon nicht einfach zu ertragen.
Nunja, jammern hilft nicht, denn die 12. Saisonniederlage hat man sich selbst zuzuschreiben, wenn dieselben Fehler immer und immer wieder gemacht werden. Als Kutschke seinen Kopfball-Doppelpack (39. / 45.) zum 0:4-Halbzeitstand seelenruhig einnickte, war es das dritte Tor nach Schema F. Die Raumdeckung funktionierte bei den großen Schlaksen von Dresden überhaupt nicht. Dies hat man bereits beim ersten Gegentor gesehen: Nach einer Ecke von Kreuzer konnte Kutschke ungehindert den Ball aufs Tor bringen, Keeper Martin Männel reagierte noch glänzend, doch der Nachschuss von Müller zappelte im Netz (16.). “Seit ich hier bin, spielen wir bei Standardsituationen Raumdeckung. Jeder ist klar für einen Bereich zugeordnet. Dafür muss man Verantwortung übernehmen. Da haben wir uns versteckt”, sah FCE-Trainer Pavel Dotchev hingegen kein systembedingtes Problem.
Kurioserweise folgte dennoch eine Umstellung der augenscheinlich gescheiterten Raumdeckung im zweiten Durchgang, in denen die Neuhaus-Elf mehr als zwei Gänge zurückschaltete. Das mit Elfmeter geahndete Foulspiel am bereits in der 35. Minute eingewechselten Mario Kvesic sowie der erfolgreichen Ausführung durch den unermüdlichen Dimitrij Nazarov (60.) war allenfalls Ergebniskosmetik. Dynamo agierte auf Sparflamme, die Veilchen schlugen keinen Profit daraus, da es in den Abschlüssen an jeglicher Struktur fehlte. Dazu bekam die Auer Abwehr Kutschke weiterhin nicht in den Griff: Nur dank einer herausragenden Tat verhinderte Martin Männel das 1:5 durch den Dresdner Angreifer (64.). Die Aufholjagd blieb aus und so plätscherte die Partie ohne Unterstützung von den Rängen ihrem Ende entgegen. “Der Stachel sitzt tief. Nächste Woche haben wir aber die Chance, es besser zu machen”, blickt Aues Kapitän Martin Männel bereits zum kommenden Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld voraus, in dem Calogero Rizzuto (5. Gelbe) und Simon Skarlatidis (Mittelhandbruch) nicht zur Verfügung stehen werden.

Spielbericht
Fotos vom Spiel


3145 Klicks

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Um einen Kommentar hinterlassen zu können, erhalten Sie nach dem Kommentieren eine E-Mail mit Aktivierungslink an ihre angegebene Adresse.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA