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Arminia Bielefeld - FC Erzgebirge Aue 'Gut für den Kopf'

Der Steiger und die Gekreuzten Hämmer waren im mit rund 300 mitgereiste Aue-Fans gefüllten Gästeblock der SchücoArena fast noch im vollen Gange, da klingelte es bereits auf der Gegenseite im Tor von Martin Männel. Nach der ersten Ecke und einer Kopfballverlängerung beförderte der überraschte Fabian Kalig den Ball mit dem Oberschenkel über die eigene Torlinie (2.). Der Schock war noch nicht verdaut, da zappelte der Ball nach einem Freistoß von der rechten Seite per Kopf von Börner aus fünf Metern erneut im Netz - und das schon nach 3:49 Minuten. “Wir haben die Woche viel gesprochen, viel verändert. Solche Tore nach Standards dürfen uns im Abstiegskampf aber nicht mehr passieren”, sagte Nicky Adler, der zu diesem Zeitpunkt noch auf der Bank saß, aber später mit seinem Treffer zum 2:2-Ausgleich wenigsten einen Punkt gegen den direkten Abstiegs Konkurrenten retten konnte.
Mit dem Fehlstart wussten die Veilchen lange nicht mit umzugehen, spielerisch erinnerte es an das Dynamo-Debakel vergangener Woche. Da aber die Bielefelder sich auf ihren Vorsprung ausruhten und nichts mehr für eine Ergebnisverbesserung tun konnten oder wollten, wurde die Partie zunehmend niveauarmer, auch weil der FCE gezwungen war, das Spiel zu gestalten, was eben nur selten gelang. In der Pausenpredigt mussten die Interimstrainer Robin Lenk, Werner Schoupa und Max Urwantschky dennoch die richtigen Worte gefunden haben. Denn Aue investierte nun mehr in die Partie und erzwang quasi den Anschlusstreffer. Ein eher ungefährlicher langer Ball von Fabio Kaufmann in den Strafraum wurde vom bedrängten Arminia Außenverteidiger Görlitz ins eigene Netz gelenkt (57.). Danach erhöhten die Veilchen nochmals den Druck, zwangen die Hausherren zu weiteren Fehlern. Und während Fabian Kalig das dritte und womöglich entscheidende Gegentor gerade noch verhindern konnte, brauchte der eingewechselte Nicky Adler die missglückte Kopfballabwehr von Schuppan ins Zentrum des Strafraums nur noch zum 2:2-Endstand verwerten (72.). Ein Remis hilft allerdings beide Teams im Abstiegskampf nicht, weiß auch Robin Lenk: “Ein Punkt ist eigentlich zu wenig, aber heute gut für den Kopf. Und der Kopf ist für den Abstiegskampf ganz wichtig. Denn wenn du nach 3 Minuten 2:0 hinten liegst, bist du eigentlich tot. Dann kannst du dich ergeben oder alles raushauen. Wir haben alles rausgehauen und sind belohnt worden.”

Spielbericht


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