
Ihr elftes Erstrunden-Aus im DFB-Pokal haben die Veilchen gestern bei Wehen Wiesbaden bereits nach sieben gespielten Minuten manifestiert. Von den zwei schnellen Toren durch Blacha (4.) und Andrist (7.) konnte sich die Mannschaft von Thomas Letsch nicht mehr erholen und verlor mit 0:2 beim Drittligisten. Aue und Pokal - das passt irgendwie nicht!? Vor etwa 2.500 Zuschauern bot Lila-Weiß eine erschreckend schwache 1. Halbzeit und hatte Glück, dass Schäffler per Kopf (18.) sowie Mintzel (39.) das Ergebnis nicht noch vor der Pause in die Höhe schraubten. Die vom ehemaligen Auer Rehm trainierten Wiesbadener überzeugten mit einer klaren Spielanlage und frühzeitigem Pressing. Der gedanklich und auch irgendwie körperlich unterlegene FCE hingegen leistete sich viele Fehlpässe und Ungenauigkeiten, die der zumindest auf dem Papier her unterklassige SV immer wieder für gute Torchancen nutzte. Aue wurde nur in der Schlussphase, als den Hessen so langsam die Kräfte schwanden, gefährlich. Dimitrij Nazarov (64.) traf nach einem Freistoß die Latte, Fabian Kalig (66.), Arianit Ferati (71.) und Dominik Wydra (81.) scheiterten an SVWW-Torwart Kolke. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Veilchen die Spielkontrolle zwar schon längst übernommen, doch fehlte es an Ideen, das Abwehrbollwerk der Hausherren wirklich in Verlegenheit zu bringen. Dieser Auftritt war das i-Tüpfelchen der bisherigen drei Pflichtspielpleiten. Ist man erneut in allen Statistikpunkten auf der Gewinnerseite, so fehlen dem gegenüber aber einfach der Wille, die Leistungsbereitschaft und vor allem Tore, um den Bock endlich umzustoßen. Etwas Positives hat das Ausscheiden aber dennoch gebracht. Während Wehen Wiesbaden am nächsten Wochenende gespannt auf die Auslosung der 2. Runde im DFB-Pokal blickt, die Ende Oktober ausgetragen werden wird, kann sich der FCE ganz auf den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga konzentrieren. Denn bereits am Freitagabend sind die Protagonisten bei Eintracht Braunschweig gefordert.
Spielbericht
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