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FC Erzgebirge Aue - 1. FC Nürnberg 'Drei Tore in 17 Minuten'

Die Veilchen haben nach ihrem Fehlstart, dem Pokal-Aus und der Trainer-Entlassung nun ihren ersten Saisonsieg einfahren können. Gegen den bis dahin noch ungeschlagenen 1. FC Nürnberg gewann der FCE am 4. Spieltag verdient mit 3:1 - und das vor allem, weil die nach dem überzeugenden Auftritt in Braunschweig unveränderte Mannschaft von Interimscoach Robin Lenk in der zweiten Hälfte in fast allen Belangen einfach die bessere Elf war. Vor 9.000 Zuschauern sorgten Dominik Wydra (60.), Dimitrij Nazarov (73.) und Pascal Köpke (77.) für den Auer Torsegen, der Anschlusstreffer von Möhwald (87.) war nur Ergebniskosmetik. Für viele Anhänger war es bereits jetzt das Highlight im Jahr 2017. Zwar strotzten die mit zwei Siegen und einem Remis im Gepäck ins beschauliche Erzgebirge gereisten Nürnberger nur so vor offensivem Selbstbewusstsein, doch musste sich der Club nach drei Klasse Paraden von Torwart Martin Männel (6./15./18.) immer mehr mit Defensivaufgaben beschäftigen und verhielt sich bis zur Pause seltsam passiv.
Die Lila-Weißen, die mit Sören Bertrams wuchtigen Schuss von der Strafraumkante bereits in der achten Minute die erste Torgelegenheit besaßen, kamen nun, nach einem nicht geahndeten Foulspiel von Margreitter an Pascal Köpke (18.) gemeinsam mit dem Unmut des Auer Publikums über jene Fehlentscheidung des Schiedsrichters im Rücken, besser in die Partie und zu Chancen: Erst hämmerte Dimitrij Nazarov das Leder auf den Kasten der Gäste, den Nürnbergs Torwart hier noch sauber halten konnte (31.), dann versuchte es Pascal Köpke aus vier Metern - direkt in Kirschbaums Arme (41.).
Nach dem kühlendem Pausentee sorgte Dimitrij Nazarov gleich für den nächsten Warnschuss erneut aus gut 20 Metern, der nur um Zentimeter am Pfosten vorbeizischte. Eine Reaktion der weiterhin tatenlosen Gäste blieb aus, sodass Aue noch befreiter aufspielen konnte und in der 60. Spielminute auch verdient jubeln durfte. Der von Christian Tiffert getretene siebente Auer Eckball landete genau vor die Füße von Dominik Wydra, welcher furztrocken Maß nahm und das Leder leicht abgefälscht im Tor von Kirschbaum unterbrachte. Der Club versuchte mit zwei personellen Änderungen wieder Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Doch jene Bemühungen wurden in der 73. Minute eiskalt ausgebremst. Nach einem Nürnberger Einwurf auf Mittellinien-Höhe konterte Aue über Clemens Fandrich und Pascal Köpke eiskalt die FCN-Abwehr aus, die beim 2:0 von Dimtirij Nazarov dann auch nur noch hinterher schauen konnte. Der Club gab sich auf, Pascal Köpke nutzte das nur vier Minuten später per Kopf zum 3:0. Innerhalb 17 Minuten war die Partie entschieden. Zwar fiel der Anschlusstreffer von Möhwald drei Minuten vor und der Freistoß-Lattenknaller von Valentini eine Minute nach der offiziellen Spielzeit, mehr passierte dann aber nicht mehr.

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