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FC Erzgebirge Aue - SV Darmstadt 98 'Kurz mal durchschnaufen'

Als sich der Tross nach dem Spiel in Richtung Westtribüne aufmachte, um die Hämmer zu zelebrieren, drehte Hannes Drews einsam seine Runden auf dem verschneiten Rasen der Baustelle Erzgebirgsstadion wie einst Franz Beckenbauer nach dem WM-Gewinn 1990 in Rom. In sich gekehrt stupste der Coach nach dem vierten Heimsieg paar aufgeworfene Schneebatzen belanglos hin und her. Was dabei in ihm vorging, bleibt sein Geheimnis. Wenig später im Interview strahlte der 35-Jährige aber über beide Ohren. Der dreifache Punktgewinn nach fünf sieglosen Begegnungen war Balsam für alle Anhänger des FCE und eine mannschaftliche Reaktion in die richtige Richtung. Hannes Drews hatte gleich sechs neue Spieler in die Startelf beordert, die Rotation zeigte von Beginn an Wirkung. Cebio Soukou wurde perfekt von Mario Kvesic bedient, der frei vorm Tor aber am starken SV98-Keeper Heuer Fernandes scheiterte (2.).
Nach vier Ecken sowie einer Kopfballmöglichkeit von Dennis Kempe (3.) und Albert Bunjakus Versuch im Eins-zu-Eins am Darmstädter Schlussmann (7.) vorbeizukommen, beruhigte sich die zunächst einseitige Partie etwas, da sich im Spielaufbau die Fehlpässe häuften. Doch nach einer guten halben Stunde folgte die entscheidende Szene des Abends. Dimitrij Nazarov erkämpfte sich den Ball von Altintop und passte zu Cebio Soukou, der wie vom Hafer gestochen losmarschierte. Darmstadts Kapitän Sulu hatte im Laufduell keine Chance und konnte nur noch hinterherschauen, wie der Auer Stürmer die Kugel aus 14 Metern zum 1:0 in die linke Ecke verwandelte. Nach der Halbzeitpause und einer dreiminütigen Spielunterbrechung, in der die Seiten- und Strafraumlinien vom Schnee befreit werden mussten, verpassten es die Veilchen, aus ihren vielen Möglichkeiten die Vorentscheidung zu erzielen. Weder die eingewechselten Pascal Köpke (62. / 82.) und Sören Bertram (73.) noch Mario Kvesic (80.) und Dimitrij Nazarov (89.) konnten den hauchdünnen Vorsprung ausbauen. So war es auf der Gegenseite Martin Männel zu verdanken, dass Kamavuaka (64. / 76.) nicht noch den Ausgleich in die Maschen hämmerte. Es blieb beim vierten 'Zu-Null-Spiel' der Saison - kein Grund zum Entspannen, aber immerhin zum Durchschnaufen mit zwei trainingsfreien Tagen.

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